Rosenheim – Im Rahmen ihrer turnusmäßigen Innungsversammlung zog die SHK-Innung Rosenheim eine positive Bilanz des vergangenen Jahres und stellte zugleich die Weichen für die Zukunft. Die Versammlung fand unter großer Beteiligung statt und bot neben Rückblicken auch Raum für Diskussion, Wahlen und feierliche Ehrungen.
Obermeister Florian Stein begrüßte die anwesenden Mitglieder sowie Ehrengast Dr. Wolfgang Schwarz vom Fachverband Bayern. In seinem Rückblick betonte er die Bedeutung von Kontinuität und Wandel. Es sei wichtig, Erfahrungen zu bewahren und dennoch offen für neue Wege zu bleiben. Zwar sei die Mitgliederzahl durch demografische Veränderungen leicht rückläufig, gleichzeitig freue man sich über engagierte Neuzugänge.
Im Tätigkeitsbericht wurde eine Vielzahl von Aktivitäten genannt: Teilnahme an der Meisterfeier in München, am Nikolaus-Empfang des Fachverbands, der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft sowie zahlreiche Fachseminare und Sachkundelehrgänge. Weitere Höhepunkte waren eine Fachexkursion am Arlberg und die Freisprechungsfeier beim Hirzinger.
Im Anschluss stellte die Geschäftsleitung die Jahresrechnung vor. Diese wies einen erfreulichen Überschuss auf und wurde ebenso wie der Haushaltsplan 2026 einstimmig genehmigt. Die Rechnungsprüfer bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenführung und entlasteten den Vorstand und die Geschäftsleitung.
Bei den Neuwahlen wurde Florian Stein erneut einstimmig zum Obermeister gewählt, ebenso Christian Roß als sein Stellvertreter. Auch die übrige Vorstandsmannschaft mit Johann Artmann, Johann Bernpaintner, Karl Banjai, Bernhard Braun, Josef Gantner, Martin Hofmüller, Thomas Demmel und Markus Jakob sowie die Rechnungsprüfer wurden in ihren Ämtern jeweils bestätigt.
Dr. Wolfgang Schwarz vom Fachverband Bayern sprach in seinem Bericht über die derzeitige politische Lage des Handwerks. Er kritisierte die Vielzahl an überlagerten Regularien auf EU-, Bundes- und Landesebene sowie die Unsicherheiten bei aktuellen und zukünftigen Förderprogrammen. Das Handwerk brauche Verlässlichkeit und müsse stärker politisch eingebunden werden.
Ein besonderer Moment war die Verleihung des Goldenen Meisterbriefs an Johann Bernpaintner, Gerhard Hauser, Klaus Lamprecht und Stephan Voigt für 35 Jahre Meistertitel und Selbstständigkeit. Ebenso wurden die fünf langjährigen Mitglieder Alois Zeissl, Johann Zellner, Josef Roß, Klaus Gantner und Franz Demmel für ihr ehrenamtliches Engagement zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Unter dem Punkt Verschiedenes wurde auch eine Grundsatzdiskussion zur Rolle der Spengler innerhalb der Innung angestoßen. Zudem wurde zur Teilnahme an Ausbildungsmessen aufgerufen, um die Ausbildungszahlen zu halten.
Die Versammlung endete mit einem Dank an alle Mitglieder für ihre Mitarbeit und dem Appell, das Ehrenamt weiterhin aktiv zu unterstützen.