Rosenheim – Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometer Rosenheim ergaben einen seit Bestehen des Wirtschaftsbarometers nur ein Mal erreichten Einbruch der Geschäftserwartungen. Lag der entsprechende Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen im Vorquartal noch bei neutralen -0,4, so stürzte er in der aktuellen Umfrage regelrecht ab, auf nunmehr sehr pessimistische -33,5.
Weltweiter Zollkrieg
zeigt seine Wirkung
Die aktuelle Geschäftslage wurde dagegen in dieser monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Technischen Hochschule Rosenheim mit +20,4 zwar etwas schwächer, aber unverändert positiv bewertet. Gründe für die eingetrübten Geschäftserwartungen dürften die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung durch den Zollkrieg und daraus resultierende schwächere Konjunkturerwartungen sein.
Der vergleichbare Wert des ifo-Institutes für die Geschäftserwartungen in Deutschland konnte sich dagegen verbessern, verblieb aber auch im pessimistischen Bereich (-16,0) und ist damit erstmals seit Längerem besser als in Rosenheim. Die Einschätzungen für die aktuelle Geschäftslage verbesserte sich leicht auf -23,8 und sind damit erheblich schlechter als in der Region. In der Quartalsfrage wurden die teilnehmenden Unternehmen zu ihren Planungen in Bezug auf den Mitarbeiterbestand und die Investitionshöhe befragt.
Im Vergleich zum Vorjahr planen mehr Unternehmen Veränderungen der Mitarbeiterzahl, sowohl Erhöhungen (20 Prozent gegen 15 Prozent im Vorjahr), als auch Verminderungen (30 Prozent gegen 20 Prozent). Die stärkste Veränderung ist im verarbeitenden Gewerbe zu erwarten, nur 38 Prozent planen keine Veränderung (gegen 50 Prozent im Vorjahr). Im Einzelhandel planen jetzt 13 Prozent, neue Mitarbeiter einzustellen, vergangenes Jahr plante dies kein Unternehmen.
Uneinheitliches Bild
bei Investitionen
Der Anteil der Unternehmen, die Investitionen ausweiten möchten, stieg geringfügig von 18 auf 23 Prozent. Allerdings beabsichtigt jedes dritte Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, die Investitionen zurückzufahren (Vorjahr: 22 Prozent). Im Einzelhandel und im Dienstleistungssektor gaben dies weniger Unternehmen an, als im Vorjahr.