Bad Reichenhall – Die VR Bank Oberbayern Südost eG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück und konnte bei ihrer 115. ordentlichen Mitgliederversammlung im Alten Königlichen Kurhaus positive Zahlen präsentieren.
Rund 300 Besucher, darunter zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft sowie Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung, verfolgten die Ausführungen von Aufsichtsratsvorsitzendem Maximilian Stadler und Vorstandsvorsitzendem Josef Frauenlob.
Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen konnte die Genossenschaftsbank ein Ergebnis erzielen, das über den Prognosen und erneut über dem bayerischen Verbandsdurchschnitt liegt. Die Bilanzsumme wuchs deutlich auf 2,05 Milliarden Euro, während das betreute Kundenvolumen um mehr als 170 Millionen Euro auf rund 4,62 Milliarden Euro anstieg.
Die schwache wirtschaftliche Dynamik und das vergleichsweise hohe Zinsniveau führten zu einer geringen Nachfrage nach Finanzierungen. Dennoch blieb die Kreditqualität sehr gut, wodurch die Risikovorsorge auf einem moderaten Niveau verharren konnte. Besonders erfreulich entwickelte sich der Bereich der Girokonten mit 2270 neuen Privatgirokonten und 357 neuen Firmenkonten, was deutliche Marktanteilsgewinne belegt.
Die Digitalisierung schreitet weiter voran: Mit 4,34 Millionen Anmeldungen verzeichnete die Banking App der VR Bank ein Plus von knapp 700000 Aufrufen gegenüber 2023 und etablierte sich als bevorzugter Zugangsweg zur Bank. Zinsüberschuss und Dienstleistungsergebnis befinden sich weiterhin auf sehr gutem Niveau, während bei den Verwaltungsaufwendungen eine leichte Zunahme zu verzeichnen war.
Auch die beiden Tochtergesellschaften, die Raiffeisen Waren GmbH Oberbayern Südost und die VR Immobilien GmbH Oberbayern Südost, trugen spürbar zum Erfolg bei. In der Gesamtbetrachtung konnte ein Bilanzgewinn von 2,49 Millionen Euro erzielt werden.
Die Bank und ihre Tochtergesellschaften bieten 455 Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz. Mit einer Ausbildungsquote von 9,5 Prozent nimmt die Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert ein. Im Rahmen des sozialen Engagements flossen über drei Säulen – Gewinnsparen, Bürgerstiftungen und Crowdfunding – mehr als 550000 Euro an Spenden in die Region.
Die Mitgliedervertreter stimmten der vorgeschlagenen Dividende von vier Prozent für die rund 32300 Mitglieder zu und erteilten sowohl dem Vorstand als auch dem Aufsichtsrat einstimmig Entlastung. Die bilanziellen Eigenmittel wurden auf 245,2 Millionen Euro dotiert. Bei den turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen wurden Albert Rieder und Georg Schützinger einstimmig für eine weitere Periode wiedergewählt.