Rosenheim – Mit einem Ehrenabend, zu dem kürzlich 120 Gäste ins Sparkassen-Hochhaus gekommen waren, feierte die Kreishandwerkerschaft ihre neuen Meister. 54 Gesellen aus 15 Gewerken hatten die Ausbildung zum Meister gemacht und die Prüfung mit Erfolg abgelegt. Unter musikalischer Begleitung des „Valentin-Preißler-Trio“ wurden die neuen Meister vorgestellt.
Landrat Otto Lederer würdigte die Handwerker als Menschen, die durch ihre Arbeit der Gesellschaft dienen. Um als Meister in einem Betrieb Verantwortung zu übernehmen brauche es „Mut und Glauben an die Zukunft“, da sie nicht nur für sich selbst, sondern als Ausbilder auch für die nächste Generation Verantwortung tragen würden.
„Für was möchtest du in Erinnerung bleiben?“ Dies ist laut Motivationstrainer Norman Gräter die entscheidende Frage, die sich die neuen Meister stellen müssen, wenn sie glücklich arbeiten und leben wollen. Sich mit Problemen der Vergangenheit zu beschäftigen, bringe einen nicht weiter. Die Zukunft zu planen sei wichtiger. „Die Welt liegt in unseren Händen, wir müssen was draus machen“, so Gräter weiter. Der erste Schritt sei dabei, anzufangen. Nur durch das Tun entstehe etwas, nicht durch das Versuchen. Was das Richtige für einen sei, könne man nur selbst wissen. Gerhard Schröder habe ihm sein Erfolgsrezept verraten: „Sei du selbst, mach‘ dein Ding.“
Einer der neuen Meister ist Benedikt Mühlbacher. Der 33-Jährige aus Riedering, der eine hervorragende Leistung in Orthopädietechnik erbracht hat, hat schon feste Pläne für seine berufliche Zukunft. Nachdem ihn das Unternehmen, bei dem er arbeitet, für die Meisterausbildung freigestellt und ihn auch finanziell unterstützt hat, will er bei dieser Firma bleiben. Er möchte zur weiteren Entwicklung des Betriebs beitragen.
Für langjährige besondere Leistungen für die Innungen wurden Monika Reiter, Annemarie Maier und Fred Wollschlager geehrt. Auch die Leistungen von Vertretern der nächsten Generation wurden gewürdigt. Max Wüstendorfer ist bester Geselle bei den Anlagenmechanikern, Christoph Sinhart bei den Zimmerern und Benedikt Mangstl bei den Feinwerkmechanikern.
Das Handwerk stellt einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Region Rosenheim dar. Laut Kreishandwerksmeister Rudi Schiller sind im Handwerk 25000 Menschen beschäftigt, die jährlich vier Milliarden Euro – mit entsprechend hohem Steueraufkommen – erwirtschaften.
Die neuen Meister:
Bäcker: Gianluca Cuomo; Elektrotechniker: Luca Fürmeier, Stephan Tobien, Antonio Alessandro Zuccon, Antonio Ellmerer, Daniel Holzapfel, Markus Ramm, Jonas Widschwendter, Kai Brunnengräber, Vitus Maximilian Altendorfer, Michael Hefter, Stefan Wagner; Informationstechniker: Felix Rahm; Feinwerkmechaniker: Patrick Ottenbreit; Metallbauer: Thomas Astner; Fliesen-, Platten- und Mosaikleger: Martin Vodermaier; Friseur: Verena Volkmann, Alexa Schröttinger, Magdalena Elisabeth Stigloher, Katharina Lohr; Installateur- und Heizungsbauer: Johannes Gebhart, Johannes Stockmayer, Stefan Söder, Maximilian Fichter, Florian Wechselberger, Stefan Steingraber, Daniel Kink; Ofen- und Luftheizungsbauer: Andreas Brunnhuber; Kraftfahrzeugtechniker: Seid Emini, John Schwertz; Florian Kaffl; Maler und Lackierer: Serkan Aktas, Matthias Mair; Maurer- und Betonbauer: Andreas Michael Kaffl, Josef Martin Kuchler, Jakob Maier; Orthopädietechniker: Benedikt Mühlbacher; Schreiner: Sebastian Land, Georg Dörfler, Thomas Ofenmacher, Simon Beyer, Johannes Machl; Zimmerer: Christian Geidobler, Jan Lamminger, Christoph Buchner, Michael Göttlinger, Johannes Niederthanner, Marius Pappenberger, Lukas Vietz, Franz Burghardt, Quirin Bacher, Markus Wagner, Stephan Schäfer, Lukas Kastenmüller.als