Geschäftslage verbessert, aber Erwartungen trüben sich ein

von Redaktion

Wirtschaftsbarometer Rosenheim Befragung der regionalen Unternehmen zeichnet ein zwiegespaltenes Bild

Rosenheim – Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers Rosenheim zeigen eine deutliche Verbesserung in den Beurteilungen der aktuellen Geschäftslage. Das Wirtschaftsbarometer Rosenheim ist eine monatliche Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der TH Rosenheim bei Unternehmen in Stadt und Landkreis Rosenheim. Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen stieg aktuell auf plus 17,0, nachdem er im Vormonat mit minus 3,3 noch leicht negativ ausgefallen war. Diese positive Veränderung konnte aber die Geschäftserwartungen nicht verbessern. Im Gegenteil, diese fielen spürbar auf einen klar pessimistischen Saldo von minus 26,3. Im Vormonat lag dieser noch bei minus 10,5.

Die vergleichbaren Werte des ifo-Institutes für Deutschland hatten grundsätzlich die gleiche divergierende Entwicklung. Die Geschäftslage wurde bundesweit allerdings zum Vormonat nur geringfügig besser beurteilt (minus 17,1) und liegt unverändert deutlich unter dem Ergebnis für Rosenheim.

Die Geschäftserwartungen trübten sich auch für Deutschland insgesamt ein. Der Saldo verlor gut zwei Punkte und erreichte noch minus 11,7. Die befragten Unternehmen in Rosenheim sind damit deutlich pessimistischer eingestellt.

Das Wachstumspaket für die Wirtschaft war Inhalt der monatlichen aktuellen Frage. Zunächst wurden die teilnehmenden Firmen befragt, welche Auswirkungen sie dadurch für ihr Unternehmen erwarten. Im Dienstleistungssektor erwarteten jeweils 37 Prozent keine Änderung der Nachfrage beziehungsweise eine etwas erhöhte. Mit immerhin 27 Prozent geht in diesem Wirtschaftssektor aber auch mehr als jedes Vierte von einer erhöhten Nachfrage aus.

Im verarbeitenden Gewerbe erwarten 56 Prozent keine Veränderung, 37 Prozent jedoch eine etwas stärkere Nachfrage. Im Einzelhandel geht jedes zweite Unternehmen von einer leichten Verbesserung der Geschäftslage aus, während 38 Prozent daraus keine Wirkungen annehmen.

Eine Auswirkung auf die Kosten der Unternehmen erwarten die Unternehmen mit großer Mehrheit nicht. Bei der Frage, welche der Maßnahmen für das eigene Unternehmen besonders wichtig sei, steht für alle Wirtschaftszweige die stufenweise Absenkung der Körperschaftssteuer ab 2028 an erster Stelle. Danach folgen höhere Abschreibungen auf Maschinen und Anlagen sowie Sonderabschreibungen für Elektrofahrzeuge.

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