Künstliche Intelligenz im mittelständischen Betrieb

von Redaktion

IHK-Regionalausschuss beschäftigt sich mit Chancen von KI

Rosenheim – Bei der vierteljährlichen Sitzung des Regionalausschusses der Industrie- und Handelskammer in Rosenheim lag der Schwerpunkt jüngst auf den Möglichkeiten und Bedingungen des Einsatzes von künstlicher Intelligenz in mittelständischen Betrieben.

Zunächst stellten die Gastgeber der Firma AVG Auto-Vertriebs-GmbH sich und ihr Unternehmen vor. Anschließend begrüßte der Vorsitzende der IHK-Rosenheim, Andreas Bensegger, die Teilnehmer und den Haupt-Referenten des Nachmittags, Fabian Artmann von der InnFactory AI Consulting GmbH, die seit 2017 Software-Beratung und Entwicklung von KI-Modellen für kleine und mittlere Unternehmen anbietet.

Anhand der Darstellung eines mittelständischen Vertriebsunternehmens erläuterte Artmann die praktischen Schritte, wie mit dem Beratungssystem der InnFactory AI Consulting Kunden durch Training und gemeinsame Entwicklung befähigt werden, eine möglichst große Bandbreite der KI für ihre Unternehmen zu nutzen.

Durch Unwissen oder auch durch überkommenes Beharrungsvermögen würden die Möglichkeiten der Optimierung oft nicht erkannt oder gar abgelehnt werden, berichtete Artmann. Die Folge: Wettbewerbsnachteile gegenüber Konkurrenten, die diese Chancen für ihren Betrieb nutzen. In repräsentativen Umfragen wird Artmann zufolge deutlich, dass erst etwa ein Drittel der befragten Unternehmer von der verbesserten Effizienz und Produktivität durch KI überzeugt ist.

Eine der Voraussetzungen für den Erfolg des Einsatzes von KI ist laut Artmann, dass durch Ausbildung und Schulung der damit befassten Mitarbeiter die notwendige Kompetenz zum Umgang mit KI vorhanden ist. Sicherzustellen sei darüber hinaus, dass das KI-basierte System mit allen relevanten Daten, Größenordnungen sowie angestrebten Aktionen und Zielen versehen wird. Nur so könne es effizient arbeiten. Zudem sei der Datenstand ständig zu pflegen und – wo nötig und möglich – zu ergänzen.

Wesentlich ist dabei auch die Kostenfrage, machte Artmann deutlich. Hier gelte es, die Anforderungen an die gegebenen Bedürfnisse anzupassen. Dies müsse ständig beachtet werden, um das Verhältnis von Kosten und Nutzen nicht aus den Augen zu verlieren.

Nicht verschwiegen wurden bei dem Treffen auch die Grenzen des Einsatzes von KI. So zum Beispiel, wenn es sich um ungewöhnlich komplexe oder individuell anspruchsvollste Systemarchitekturen handelt. Jedoch seien, so betonte Artmann, auch sehr individuelle Problemlösungen darstellbar.

Im Anschluss stellten sich noch drei Start-ups aus dem Stellwerk 18 vor, die KI-Lösungen zur Leistungssteigerung, Überprüfung und Qualitätskontrolle aus ihren jeweiligen Ideenschmieden vorstellten.

Jens Wucherpfennig von der IHK München machte zudem auf die IHK-Wahl 2026 aufmerksam und erklärte das Prozedere. Zudem erklärte er die Unterstützung seitens der IHK für die Olympia-Bewerbung der Stadt München. Dabei erinnerte er an den Wachstumsschub von 1972 und was die damalige Olympiade für die Infrastruktur von München und dem Umland bedeutet hatte. au

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