Altötting/Mühldorf – Die diesjährige Herbstversammlung der Metall-Innung Altötting-Mühldorf fand auf Einladung der Firma J.N. Kreiller KG, Fachhandel für Stahl, Artikel des Bauhaupt- und Baunebengewerbes, in Traunstein statt.
Die Innungsmitglieder besichtigten vor der Versammlung das firmeneigene „Stahl-Center“, mit einem umfassenden Einblick in das Sortiment und in die Struktur der Firma, durch die beiden Geschäftsführer Nikolaus Binder und Marco Traubinger.
Obermeister Anton Hudlberger bedankte sich für die ausführliche, fachmännische Betriebsführung und begrüßte anschließend den stellvertretenden Leiter des Bildungszentrums Mühldorf der Handwerkskammer für München und Oberbayern Armin Riedel, den Schulleiter der Berufsschule I in Mühldorf Thorsten Kögler, die Lehrkräfte sowie die zahlreich anwesenden Mitglieder in der Betriebskantine zur Herbstversammlung.
Wie Obermeister Anton Hudlberger Anfangs in seinem Bericht erklärte, ist der fehlende Berufsnachwuchs im Metallhandwerk besorgniserregend. So verringerten sich die Ausbildungszahlen bei den Metallbauern im Jahr 2005 (191 Azubis) zum Jahr 2015 (140 Azubis) und bei den Feinwerkmechanikern im Jahr 2005 (56 Azubis) zum Jahr 2015 (55 Azubis). Derzeit werden an der Berufsschule I in Mühldorf 96 Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik, sowie sechs Feinwerkmechaniker, Fachrichtung allgemeiner Maschinenbau, beschult. Angesprochen wurde vom Obermeister in diesem Zusammenhang der „Handwerks-Informationstag im November“, der unter dem Motto steht „Zukunft im Handwerk – gestalte deine Karriere“. Durch Präsenz in den Werkstätten der Berufsschulen sollten sich die Mitgliedsbetriebe vermehrt beteiligen, damit wieder genügend Berufsnachwuchs zur Verfügung steht und somit auch der Schulstandort für alle Berufe gesichert werden kann.
Erfreut äußerte sich Anton Hudlberger, dass trotz sinkender Mitgliederzahlen die Metall-Innung Altötting-Mühldorf mit 82 Innungsmitgliedern die fünftgrößte Innung in Bayern ist.
Bei den anschließenden Wortmeldungen brachte Josef Fliegl deutlich zum Ausdruck, dass er mehr auf Mittelschulabgänger in seiner Firma setzt, da diese anschließend meist langjährig dem Betrieb erhalten bleiben, als wie auf Schulabgänger mit einem höheren Schulabschluss, die die Handwerksausbildung als „Trittbrett“ für ein weiteres Studium nutzen würden.
Nikolaus Binder argumentierte, dass die Werbung für eine duale Ausbildung grundsätzlich gestärkt werden sollte – und Marco Traubinger empfahl: „Junge Fachkräfte im Betrieb einfach selbst auszubilden und anschließend langfristig zu binden“. Mit dem Wunsch auf weiterhin so guten kollegialen und konstruktiven Zusammenhalt in der Innung, schloss Obermeister Anton Hudlberger die letzte Versammlung.am