„Ohne engagierte Prüfer funktioniert es nicht“

von Redaktion

Versammlung der Friseur-Innung Altötting-Mühldorf – Mangel an Prüfpersonal

Töging – Mit einem vielfältigen Programm und engagierten Diskussionen hat die Friseur-Innung Altötting-Mühldorf kürzlich ihre Herbstversammlung abgehalten. Obermeisterin Nadine Stallwanger begrüßte im Wirtschafts-Service-Zentrum Töging neben den beiden Referentinnen Daniela Haas und Jenny Welker auch Ehrenkreishandwerksmeisterin Helga Wimmer, Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger sowie zahlreiche Kolleginnen. Laut Angaben der Innung war es die erste Herbstversammlung unter der Leitung von Stallwanger.

Zu Beginn der Versammlung dankte die Obermeisterin dem Organisationsteam, das sich bei der diesjährigen Gesellenbriefübergabe im Gasthaus Linde in Wald bei Winhöring engagiert hatte. Ein besonderes Dankeschön richtete sie zudem an die Sponsoren der Feier, darunter die Firma Wella, das Tattoo-Studio 25 in Töging, Victor Scheffels, den Glaspunkt Burghausen, Daniela Haas und die Hautarztpraxis Dr. Größer in Altötting.

Im weiteren Verlauf wurden die Termine für die praktischen Gesellenprüfungen im Juli 2026 festgelegt. Zudem berichtete Stallwanger über den Handwerks-Informationstag, der unter dem Motto „Zukunft im Handwerk – gestalte deine Karriere“ im November bereits stattfand. Erfreut war sie über die zahlreiche Teilnahme von Innungsbetrieben.

Etwas frustriert äußerte sich die Obermeisterin hingegen über die personelle Besetzung des Prüfungsausschusses bei den Zwischen- und Gesellenprüfungen. Es werde zunehmend schwieriger, Prüferinnen oder Prüfer für dieses Ehrenamt zu finden, berichtete sie. Viele Kollegen würden angeben, dass sie aufgrund ihrer bestehenden beruflichen Verpflichtungen keine zusätzliche Zeit mehr für Prüfertätigkeiten aufbringen könnten. „Ohne engagierte Prüfer funktioniert die Ausbildung aber nicht – und alle profitieren davon, wenn die Nachwuchskräfte gut und praxisnah geprüft werden. Jede Unterstützung hierzu ist wertvoll“, betonte Nadine Stallwanger.

Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Innungsmitglieder im Anschluss den Ausführungen der Naturheilpraktikerin Daniela Haas. Sie erklärte, dass der Berufsalltag im Friseursalon körperlich anspruchsvoll sei und typische Belastungsfaktoren wie langes Stehen, Belastung der Hände, Schultern und des Rückens zu Verspannungen, Rückenschmerzen und Erschöpfung führten. Haas gab Alltagstipps zur Regeneration und Ernährung und betonte: Der Körper sei das wichtigste Werkzeug – man solle ihn genauso pflegen wie das Haar der Kunden.

Motivationscoach Jenny Welker zeigte den Teilnehmern der Versammlung in einem zweiten Referat darüber hinaus, wie innere Werte gestärkt, Körpersignale wahrgenommen und Selbstheilungskräfte aktiviert werden können. Mit einer meditativen Einlage und Musikuntermalung demonstrierte sie, wie sich gesundheitliche Anspannungen spüren und abbauen lassen. Alfons Maier

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