Schechen – Seit 14 Jahren gibt es den „Metallbau Krause Philipp“. Seitdem bildete der Schechener Meisterbetrieb sechs Lehrlinge aus. Zwei wurden mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Maximilian Guggenberger schaffte es sogar bis zum Deutschen Meister. Im OVB-Interview beschreibt der 20-Jährige aus Emmering seinen Weg vom Moped-Schrauber zum besten Metaller-Gesellen Deutschlands.
Wie kommst du
zum Metallbau?
Maximilian Guggenberger: Ich habe schon mit elf Jahren ein Moped bekommen und daran geschraubt. Ich hatte Interesse und Freude an der Sache und wusste, dass ich etwas Technisches machen will. 2020 habe ich im Schechener Meisterbetrieb mein Schulpraktikum gemacht. Die Arbeit hat mir so gut gefallen, dass ich auch noch Ferienjobs gemacht habe. Und dann bin ich zur Ausbildung hiergeblieben.
Was findest du interessant an der Ausbildung?
Es gibt nichts Uninteressantes für mich. Angefangen hat es mit dem Schneiden von Profilen, mit Bohren, Blechbearbeitung und Schweißen. Das ging weiter bis zum Fertigen einer Abkantbank nach festen Vorgaben. Das war mein Gesellenstück. Im praktischen Teil der Prüfung, bei dem Funktion, Maßhaltigkeit und das Aussehen bewertet wurden, habe ich 98 Prozent der möglichen Punkte erreicht. Damit war ich in der Innung der Beste.
Wie ging es weiter?
Ich habe am Landeswettbewerb in Nürnberg teilgenommen. Dort war wieder ein Werkstück zu fertigen, eine Rohrklemme mit Bohreinrichtung. Ich war Sieger, bei knappem Abstand zwischen den vier Besten. Danach habe ich den Bundeswettbewerb gewonnen, der aus vier Aufgaben bestand: Feilen und Bohren, Schweißen, Blechbearbeitung und Biegen eines Winkelprofils. Das war jeweils in einer bis anderthalb Stunden zu machen, alles an einem Tag.
Mit welchem Material
arbeitest du am liebsten?
Mit Edelstahl. Aus Edelstahl kann man viel machen, und man kann die Oberflächen schön gestalten. Das Aussehen der Werkstücke spielt auch eine große Rolle.
Würdest du Jugendlichen eine Ausbildung im Handwerk empfehlen?
Ja, auf alle Fälle. Handwerk ist nicht nur beruflich Gold wert, man kann das Gelernte auch im Alltag gut gebrauchen. Schön an der Arbeit ist auch, dass man am Ende des Tages sieht, was man geschaffen hat.
Alfred Schubert