Traunstein – Ein sehr gutes Angebot von 890 zum Verkauf vorgeführten Zuchttieren und eine überaus ansprechende Qualität prägten den letzten Großviehmarkt des vergangenen Jahres in Traunstein. Trotz der zurzeit guten Nachfragesituation konnte das rekordverdächtige Preisniveau der vergangenen Märkte nicht ganz gehalten werden.
Der durchschnittliche Steigpreis für Jungkühe mit 2.714 Euro bei 77 verkauften Jungkühen konnte bei diesem großen Angebot jedoch durchaus als zufriedenstellend angesehen werden. Das Preisniveau lag rund 200 Euro über dem Vorjahr. Für acht verkaufte Kühe mit zwei oder mehr Kalbungen wurde im Mittel ein Steigpreis von 2.788 Euro erreicht, wobei die Preisspanne von 2.400 bis 3.250 Euro reichte. Die mittlere Milchleistung aller Zuchtkühe lag bei über 33 Kilo Milch. Dies ist der Spitzenwert für das gesamte Jahr 2025.
Bei dem Markt konnte nur ein Bulle zum Verkauf angeboten werden. Ein geringes Angebot an Zuchtstieren erschwerte die Steigerung des Preisniveaus, da dies nur wenige Käufer anzog. Der mischerbig hornlose „Mangan PS“-Sohn, gezüchtet von Martin Ilmauer und aufgezogen von Tim Höbel, überzeugte durch ein gutes Exterieur, ist für die Belegung von Kalbinnen geeignet und weist durchwegs gute Zuchtwerte auf (gGZW 135). Er wurde für 2.900 Euro von einem Käufer aus Baden-Württemberg ersteigert.
Die fünf aufgetriebenen Kalbinnen konnten im Mittel für zufriedenstellende 2.250 Euro an neue Besitzer vermarktet werden und auch der Verkauf der Kühe mit zwei oder mehr Kalbungen verlief erfolgreich.
Die Klassifizierung der aufgetriebenen Jungkühe in die verschiedenen Wertklassen spiegelte die sehr gute Qualität der Tiere wider, was die Festlegung auf die absoluten Spitzenjungkühe für die Bewertungskommission anspruchsvoll machte. Schlussendlich konnten vier Jungkühe überaus verdient in die Wertklasse eins eingruppiert werden. Diese wechselten für durchschnittlich 3.388 Euro den Besitzer. Dies zeigt, dass eine gute Qualität der Tiere mit sehr hohen Preisen honoriert wird, vor allem bei einem so großen Angebot. Züchter dieser Kühe waren Hubert Hartl aus Seeon, Alois Rehrl aus Weildorf, Philipp Schöndorfer aus Piding und Martin Siglreithmaier aus Traunreut.
Eine Kalbin, drei Kühe und 17 Jungkühe erwarben Züchter aus dem Traunsteiner Zuchtgebiet. Drei Kalbinnen, fünf Mehrkalbskühe und 43 Jungkühe verblieben in Bayern. Ein Bulle, eine Kalbin und 17 Jungkühe konnten in andere Bundesländer abgesetzt werden. Der nächste Großviehmarkt findet am Donnerstag, 22. Januar, statt.