Traunstein – Im Bildungszentrum der Handwerkskammer in Traunstein fand kürzlich die Übergabe der begehrten Meisterbriefe statt – ein Jahrhunderte überdauerndes Qualitätssiegel. Die erfolgreichen Meister, die ihren Kurs parallel zur regulären Arbeitszeit absolvierten, zeigten sich sichtlich erfreut über ihren nächsten Schritt im Handwerk – und die anwesenden Verantwortlichen aus Handwerkskammer, Innung, Betrieben und ihre Familienangehörigen feierten mit ihnen. Als Prüfungsbeste stach Anna-Sophie Maier aus Tittmoning mit einem Notendurchschnitt von 2,53 heraus. Die jungen Meister kommen aus den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Rosenheim und Traunstein. Aber auch bis aus Erding oder der Region Bad Tölz und Weilheim-Schongau kamen die ambitionierten Handwerker.
Digitalisierung
und KI die Zukunft
Der Leiter des Traunsteiner Bildungszentrums, Andreas Pfaffinger, verlieh seiner Freude Ausdruck, dass die jungen Meister ihren Kurs erfolgreich abgelegt hätten. „Wenn ich etwas mache, was mir Spaß macht, dann bin ich automatisch auch erfolgreich. Sucht euch etwas, was euch Spaß macht.“
Er stimmte die jungen Handwerker darauf ein, dass sie sich trotz ihres großen Schrittes weiterbilden müssten. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ gebrauchte er dazu einen Friedrich Schiller zugeschriebenen, bekannten Spruch.
Der Traunsteiner SHK-Obermeister Josef Pflügl rief den jungen Meistern zu: „Ihr habt eine spannende Zeit vor euch“ sagte er mit Blick auf die Digitalisierung und die künstliche Intelligenz (KI) die auch das Handwerk in vielen Bereichen tangiert. „Die Arbeitswelt wird sich gigantisch verändern.“ Mit hoher Leistungsbereitschaft und qualitativer Arbeit seien hohe berufliche Erfolge mit attraktivem finanziellem Auskommen möglich. Er ermutigte die jungen Meister, sich im Wege einer möglichen Selbstständigkeit in der Innung im Ehrenamt zu engagieren. „Das ist der Kitt, der das Handwerk zwischen den Betrieben und den Fachverbänden zusammenhält. „Engagiert euch!“ .
Kursleiter Thomas Pathe sprach den jungen Handwerkern aus dem Herzen: „Endlich habe ich es geschafft!“. Er betonte jedoch gleichzeitig, dass das immerwährende Lernen bereits mit der Ausbildungszeit begonnen habe. So mancher, im SHK-Handwerk erfolgreiche Geselle, habe im Lauf der Monate schnell gemerkt, dass der Sprung zum Meister fachlich eine ordentliche Herausforderung darstellt, was bei der Prüfung dann gerade im Fachbereich „Anlagentechnik“ gegolten habe.
Pathe betonte, dass er bei der Überbringung der für die Meisten freudigen Nachricht alle Emotionen miterlebt habe: „Von Freudentränen bis ‚zu Tode betrübt‘ ist hier alles dabei gewesen.“ Haben doch vier Teilnehmer die herausfordernde Prüfung nicht bestanden, 17 waren erfolgreich.
Der Kursleiter gratulierte den erfolgreichen Anlagenmechanikern und bedankte sich bei seinem Dozententeam für die konstruktive Zusammenarbeit und stellte die gute administrative Arbeit der Mitarbeiter im Bildungszentrum der Handwerkskammer heraus, die den Kurs im Hintergrund mit begleiteten. Nicht zuletzt würdigte er die die Partner und Familien der erfolgreichen Meister, die sie oft in herausfordernden Momenten mit durchgetragen hätten.
Hohe fachliche
Ausbildung
Im Nachgang wurden die begehrten Meisterbriefe überreicht: Prüfungsbeste ist Anna-Sophie Maier aus Tittmoning, vor Maximilian Meier aus Traunreut, Ronny Findeisen aus Erding und Sebastian Schöfecker aus Laufen.
Allen 17 erfolgreichen Meister war aber – unabhängig der Zielerreichung ihrer eigenen Vorstellungen – anzumerken, wie groß die Freude über die hohe fachliche Handwerksauszeichnung war, die das Wissen und der Titel eines Meisters mit sich bringen.