Zuchterfolge und eine Tierschau mit „Wow-Effekt“

von Redaktion

Viehzuchtgenossenschaft Rosenheim blickt auf ein erfreuliches Jahr zurück

Rohrdorf – Mit einer Bilanz, die trotz turbulenter Rahmenbedingungen als erfreulich und gut gewertet wurde, hat die Viehzuchtgenossenschaft (VZG) Rosenheim ihren diesjährigen Züchtertag im Gasthof „Zur Post“ in Rohrdorf begangen. Vorsitzender Markus Dinzenhofer eröffnete die Versammlung, zu deren Gästen unter anderem Martin Peus, Geschäftsführer der Geschäftsstelle des Bayerischen Bauernverbands (BBV) in Rosenheim, sowie Kreisbäuerin Katharina Kern gehörten.

Die Genossenschaft verzeichnete 2025 ein umfangreiches Programm mit Bäuerinnen-Frühstück, Almsitzung, einem Ausflug ins Traunsteiner Zuchtgebiet mit Schwerpunkt Bullenvermarktung, Versammlungen und vor allem zahlreichen Tierzuchtschauen.

Sieben Champions
aus dem Vereinsgebiet

Als besonders erfreulich hob Dinzenhofer die Jubiläumsschau „50 Jahre Rinderzucht Südbayern“ in Weilheim hervor, bei der acht Champion-Titel vergeben wurden, von denen sieben an Tiere aus dem Vereinsgebiet gingen. Zudem verfüge Miesbach mit dem Bullen „Monsignore“ wieder über einen 100.000-Euro-Stier der Superlative. Großes Lob richtete der Vorsitzende an die Jungzüchter, die sich mit Elan, Eifer und Teamgeist der Tierzucht widmeten und als Höhepunkt eine Tierschau mit „Wow-Effekt“ organisiert hatten.

Der Kälbermarkt verzeichnete Spitzenerlöse mit neuen Preisrekorden von etwa 15,55 Euro je Kilogramm bei männlichen Kälbern. Ausschlaggebend dafür war laut Dinzenhofer vor allem die gute Qualität der Tiere.

Im Jahresverlauf kam es zu personellen Veränderungen bei der VZG: Hans Stadler trat als Geschäftsführer die Nachfolge von Josef Günther an, zudem verstärkt Hubert Niedermair als Fachberater das Team.

Mit wachsamen Blick verfolgt die Viehzuchtgenossenschaft das Seuchengeschehen. Einen ausführlichen Überblick über die aktuelle Entwicklung gab Amtstierarzt Dr. Ernst Andiel. Krankheiten wie Maul- und Klauenseuche, die Blauzungenkrankheit, Aviäre Influenza (Vogelgrippe oder Geflügelpest), Lumpy Skin Disease (knotige Hautkrankheit bei Rindern) und weitere Infektionen bedeuten für Landwirte und Viehzüchter anhaltende wirtschaftliche und psychologische Herausforderungen. Besondere Aufmerksamkeit gilt daher den Impfempfehlungen, etwa zur Blauzungenkrankheit (BTV) der Ständigen Impfkommission.

Betriebsergebnis
von mehr als 440.000 Euro

Der Genossenschaftsverband wirtschaftete vorbildlich, so der Bericht des neuen Geschäftsführers Johann Stadler. Im Abrechnungszeitraum von 1. Oktober 2024 bis 30. September 2025 erzielte der Verband demnach ein Betriebsergebnis von über 440.000 Euro. Die Verbandsabteilung erreichte nach Steuern einen Jahresüberschuss von 379.592 Euro.

Über Entwicklungen in der Zucht im Zuchtverband Miesbach informierten Dr. Paula Heine vom AELF Holzkirchen und Lukas Wimmer vom Zuchtverband Miesbach. Einen Einblick in die Vermarktungszahlen gab Stefan Kirchbeck, während Georg Westenrieder über die Entwicklung in der Erzeugergemeinschaft für Schlachtvieh berichtete.

Ehrenurkunden für hohe Lebensleistungen ihrer 100.000-Liter-Kühe erhielten: Christian Niederthanner (Nußdorf/Inn), Georg Feicht (Brannenburg), Franz Vordermayer (Riedering), Sebastian Mayer (Halfing), Johann Furtner (Söchtenau), Konrad Estermann (Samerberg), Josef Moser (Riedering), Johann Astner (Flintsbach), GbR Hamberger (Stephanskirchen), Georg Dinzenhofer (Raubling), Martin Kronast (Söchtenau), Christoph Wörndl (Samerberg), Andreas Maier (Söchtenau), Josef Stein (Riedering), GbR Bichler (Vogtareuth) und Sebastian Paul (Raubling).

Ferner wurden Züchter für ihre Besamungsbullen, die besten Marktbeschicker der VZG Rosenheim, beste Betriebe nach durchschnittlicher Lebensleistung ihrer Milchkühe sowie Landwirte mit den besten Herdenschnitten ausgezeichnet. Peter Strim

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