Bruckmühl/Feldkirchen-Westerham – Gerüchte gab es bereits vor gut einem Jahr, doch jetzt ist es Fakt: Die Familienstämme Bader und Mainzl, die sich kurz vor der Jahrtausendwende zur „BaderMainzl GmbH & Co. KG“ zusammengeschlossen hatten, gehen künftig getrennte Wege. Das bestätigten die Geschäftsführer des Unternehmens, Daniela Bader (35) und Roland Mainzl, gegenüber dem OVB.
Aufteilung
der Standorte
„Die Entscheidung zur gesellschaftsrechtlichen Trennung beruht auf unterschiedlichen Auffassungen der Familienstämme über die künftige Strategie und Ausrichtung der ,BaderMainzl GmbH & Co. KG‘ in einem sich immer schneller verändernden Automarkt“, teilten die beiden Geschäftsführer gemeinsam mit. „Der ,Geist‘ von ,BaderMainzl GmbH & Co. KG‘ – insbesondere hinsichtlich Kundenorientierung, Qualität und Zuverlässigkeit – wird selbstverständlich auch nach gesellschaftsrechtlichem Vollzug der Trennung von jedem der übernehmenden Rechtsträger fortgeführt.“
Dass bei „BaderMainzl“, dessen Portfolio aus den Marken VW, Audi, Škoda, Seat, Cupra und VW Nutzfahrzeuge besteht, maßgebliche Veränderungen bevorstehen, konnten Kunden und Interessierte bereits seit Wochen im Internet verfolgen: Denn unter der Internetadresse www.badermainzl.de wird auf zwei getrennte Homepages verlinkt – zum einen die der „Autowelt Bader“, zum anderen die der „Mainzl Group“. Im Impressum findet sich immer noch die „BaderMainzl GmbH & Co. KG“ wieder, doch auch das soll sich nach Angaben der beiden Geschäftsführer in den kommenden Monaten ändern.
„Die Gesellschafterstämme Bader und Mainzl beabsichtigen eine gesellschaftsrechtliche Trennung in diesem Jahr“, teilten die beiden Geschäftsführer dazu auf OVB-Anfrage mit. „In Vorbereitung hierauf erfolgte innerhalb der ,BaderMainzl GmbH & Co. KG‘ bereits jetzt eine Trennung unter den Bezeichnungen ,Autowelt Bader‘ und ,Mainzl Group‘.“
Wie die Aufteilung der vier Autohäuser des Unternehmens in Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham, Rosenheim und Wolfratshausen letztlich aussehen könnte, zeigt das aktuelle Verfahren, das die beiden Geschäftsführer als „interne Maßnahme“ bezeichnen: „Die Standorte Bruckmühl-Heufeld sowie Wolfratshausen werden kaufmännisch aktuell vom Familienstamm Bader geführt, die Standorte Feldkirchen-Westerham und Rosenheim vom Familienstamm Mainzl.“ Dies erfasse auch die jeweils an den betroffenen Standorten vertriebenen Herstellermarken. Rechtsträger aller Geschäftsaktivitäten und Vertragspartner der Kunden bleibe bis zum „Vollzug der gesellschaftsrechtlichen Trennung“ aber weiterhin die „BaderMainzl GmbH & Co. KG“.
Gibt es Veränderungen beim Personalbestand?
Doch was bedeutet diese Entwicklung für die Beschäftigten des Unternehmens? Bislang seien diese weiterhin bei der „BaderMainzl GmbH & Co. KG“ angestellt. „Erst mit Vollzug der gesellschaftsrechtlichen Trennung erfolgt dann ein Übergang der Anstellungsverhältnisse jeweils auf den übernehmenden Rechtsträger der Familien Mainzl beziehungsweise Bader.“
Dass es durch die Trennung zu einem Stellenabbau kommt, danach sieht es derzeit nicht aus. Im Gegenteil: So hat es nach Angaben von Daniela Bader zwar bereits eine Veränderung im Personalbestand gegeben, aber keinen Abbau. Schließlich werden laut Bader einige Abteilungen – beispielsweise die Buchhaltung – nun sogar doppelt benötigt: „Wir haben dadurch mehr Personal, als zuvor.“