Viehzüchter trotzen Tierkrankheiten und Mercosur

von Redaktion

Jahresversammlung der Viehzuchtgenossenschaft Aibling

Mietraching – Die Viehzuchtgenossenschaft (VZG) Bad Aibling hat bei ihrer Jahresversammlung kürzlich die Spannungsfelder zwischen hoher bayerischer Qualität landwirtschaftlicher Produkte, Tiergesundheit, Strukturwandel und politischer Mitgestaltung deutlich gemacht. Vorsitzender Lothar Schechner eröffnete die Versammlung und übergab nach kurzer Begrüßung das Wort an den stellvertretenden Landrat Josef Huber. Dieser gab unter anderem zu bedenken, welche Auswirkungen das Handelsabkommen Mercosur mit sich bringen könnte, wenn man die Qualität im eigenen Land in den Blick nimmt. Nach seinen Ausführungen könne mit der bayerischen Qualität kaum ein anderes Land mithalten.

Im Anschluss berichtete der Vorsitzende des Zuchtverbandes Miesbach, Markus Dinzenhofer, von den Ereignissen des vergangenen Jahres. Demnach konnten sich die Mitglieder über hohe Preise für Zuchtvieh und beste Zuchterfolge bei Tierschauen freuen. Demgegenüber stand jedoch ein beschwerlicher zusätzlicher Aufwand, um Tiere verkaufen zu können, weil die Blauzungenkrankheit für erhebliche Einschränkungen sorgt. Das allgemeine Krankheitsgeschehen stimmt derzeit viele Landwirte bedenklich. Dank erfreulicher Vermarktungszahlen habe der Zuchtverband dennoch ein erfolgreiches Jahr verzeichnet.

Besonders hervorgehoben wurde die enorm hohe Anzahl an Kühen der Viehzuchtgenossenschaft Bad Aibling, die in ihrem Leben eine Melkleistung von mehr als 100.000 Litern Milch erreichen. 23 Kühe schafften dies vergangenes Jahr.

Dies werteten die Verantwortlichen als klares Zeichen dafür, dass verstärkt auf langlebige, alte und gesunde Kühe gezüchtet wird. Zudem verkauften die Aiblinger Züchter vergangenes Jahr fünf Bullen für den Besamungseinsatz, was als weiteres positives Signal für die starke Qualität der ansässigen Betriebe gewertet wurde.

Um diese Qualität halten und weiter verbessern zu können, betonte Zuchtleiterin Dr. Paula Heine, es müsse darauf geachtet werden, keine zu enge Blutlinienführung zu verursachen.

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