252 Berufsschüler in Traunstein verabschiedet

von Redaktion

Bei einer feierlichen Abschlussfeier erhielten 252 Berufsschüler aus 14 Klassen der staatlichen Berufsschule I in Traunstein ihre Abschlusszeugnisse. Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung von 37 Absolventen mit einem Staatspreis.

Traunstein – Eine würdige Abschlussfeier für 252 Berufsschüler aus 14 Abschlussklassen fand vor Kurzem in der Schulaula der staatlichen Berufsschule I in Traunstein statt, die auch die staatliche Berufsfachschule für gastgewerbliche Berufe Traunstein umfasst. Die Absolventen hatten sich vor bis zu dreieinhalb Jahren für einen Ausbildungsbetrieb entschieden, Berufsschulunterricht inklusive. Zahlreiche Familienangehörige freuten sich über den erfolgreichen Ausbildungsabschluss.

14 Abschlussklassen
aus fünf Landkreisen

Die begehrten Abschlusszeugnisse wurden an Berufsschüler aus 14 Abschlussklassen in den Berufen Anlagenmechaniker, Anlagenmechaniker SHK, Elektroniker für Betriebstechnik, Elektroniker für Geräte und Systeme, Fachkräfte für Gastronomie, Feinwerkmechaniker-Werkzeugbau, Industriemechaniker, Klempner (Spengler), Metallbau-Konstruktionstechnik, Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker und Verkürzer in den Berufen Bäcker, Fachinformatiker Anwendungsentwicklung, Fachinformatiker Systemintegration, Hotelfachleute, Schreiner und Zimmerer übergeben. Wie gewohnt kamen die Absolventen auch bei der Winterprüfung 2025/2026 schwerpunktmäßig aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Rosenheim, Mühldorf und Altötting.

Grußworte und Appelle
für den Lebensweg

Studiendirektor Friedrich Adler betonte in seiner Begrüßung in einer durch künstliche Intelligenz (KI) gestützten Rede in Reimform die Freude, die sich an diesem Tag zeige: „Mit euch zeigt sich Stück für Stück, wie Zukunft wächst.“ Er fügte hinzu, dass das Lernen ein lebenslanger Prozess sei.

Die Fachschaft Religion/ Ethik entführte die Zuhörer unter der Leitung von Studiendirektor Franz Deser in tiefe, teilweise geistliche Gedanken über die eigene Persönlichkeit und das Anerkennen, dass es über dem Menschen noch ein höheres Wesen gibt. In diesem Jahr ging es um das Thema „Masken“ und das Verstecken hinter einer Maske, was einige Berufsschüler auch anhand von Beiträgen in den sozialen Medien und Kommentaren rund um die Thematik „Echt sein“ ausführten.

Glückwünsche an die Berufsschüler überbrachte Traunsteins stellvertretender Landrat Josef Konhäuser, der die Abschlussfeiern lobte, die die Schule mit viel Liebe zum Detail ausrichte. Er sparte nicht mit Kritik an Schülern, die die Abschlussfeier an diesem Tag nicht besuchten. Ihm sei es wichtig, die berufliche Bildung „sichtbar zu würdigen“, betonte er und stellte die 150 Millionen Euro Investition in den Neubau der Berufsschule heraus. Diese habe eine klare Botschaft: „Berufliche Bildung hat einen hohen Stellenwert!“ Der ganzheitliche Bildungsansatz werde durch den Campus Chiemgau deutlich.

Plädoyer für die
betriebliche Bildung

Stadtrat und Bäckermeister Klaus Schneider hielt ein Plädoyer für die betriebliche Bildung und lobte das Handwerk, in dem Menschen mit Herzblut, Fachwissen und hohem Einsatz tätig seien. Praktiker würden auch in Zeiten der künstlichen Intelligenz (KI) gesucht. Die Zielsetzung für den Neubau der Berufsschule bezeichnete er als „Booster für die Ausbildung im Handwerk.“

Der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Nikolaus Binder brach eine Lanze für die duale Ausbildung, die „einzigartig“ sei und weltweit hohe Anerkennung finde. Die Ausbildung eröffne die Möglichkeit eines späteren Studiums. Die berufliche Bildung eröffne viele Möglichkeiten: „Macht Werbung bei denen, die noch keinen Beruf ergriffen haben.“

Oberstudiendirektor Wolfgang Kurfer dankte allen, die zum Gelingen der erfolgreichen Ausbildung beigetragen haben. Er machte deutlich, dass die jungen Menschen auf ihrem Lebensweg noch viele Schritte vor sich hätten, die er mit einer Bergtour verglich. Sie selbst müssten immer „echt bleiben und Haltung zeigen – online wie offline“, betonte der Schulleiter und fügte hinzu: „Verliert euer Ziel nie aus den Augen!“. Die Welt brauche junge Menschen wie die Anwesenden: gut ausgebildet, kritisch, empathisch und bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Auszeichnung
der Staatspreisträger

Im Nachgang wurden 37 Absolventen noch gesondert geehrt. Sie hatten mit herausragenden Leistungen einen Abschluss mit einem Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,5 erreicht und wurden mit einem Staatspreis geehrt. Zehn von ihnen erreichten dabei die Traumnote 1,0. Auch viele freundliche Gesichter weiterer Absolventen zeugten davon, dass die Freude bei allen groß war über den erreichten Erfolg.

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