Bayerns bester Landwirtschaftsmeister kommt aus Chieming

von Redaktion

Stefan Niederbuchner im Landwirtschaftsministerium geehrt – Diskussion über die aktuellen Herausforderungen

München/Chieming – Spannende Momente erlebte kürzlich ein junger Landwirt im Ministerium von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München. Stefan Niederbuchner aus Chieming durfte dort die Dr.-Hans-Eisenmann-Urkunde in Empfang nehmen. Sie gebührt dem bayernweit besten Landwirtschaftsmeister, dem aktuellen Top-Absolventen dieses Berufs. Niederbuchner ist Absolvent der Landwirtschaftsschule Traunstein.

Wie wird man bester bayrischer Landwirtschaftsmeister? Für seine Berufswahl hat sich Niederbuchner richtig ins Zeug gelegt. Nach seiner Erstausbildung im Bereich Maschinenbau nutzte er das Fortbildungsangebot der südostoberbayerischen Alm- und Landwirtschaftsakademie Traunstein das ihm ermöglichte, trotz Berufstätigkeit und Verpflichtungen in Familie und eigenem landwirtschaftlichen Betrieb landwirtschaftliche Grundbildung zu erwerben und die Abschlussprüfung im Beruf Landwirt nachzuholen.

Nach dem Besuch der dreisemestrigen Landwirtschaftsschule in Traunstein legte er anschließend die landwirtschaftliche Meisterprüfung ab. „Um auf ein gutes Ergebnis zu kommen, braucht es viel Struktur, Ausdauer und Einfallsreichtum für die Zukunftsplanungen“, berichtet er. Sein Dank gelte seinen Unterstützern wie der Familie, der Freundin und den Lehrern. Die aktuelle Auszeichnung für seinen Abschluss erhielt der Landwirt von Nikolaus Gschwendtner aus Söchtenau, Landesvorsitzender des Verbands landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder (VLM).

Den Rahmen bildete die Einladung der Ministerin zum Austausch mit den besten Absolventen in den grünen Berufen in München. Dort waren neben Niederbuchner Seppi Wastlschmid aus Altenmarkt a. d. Alz und eine weitere Landwirtschaftsmeisterin eingeladen, da auch sie zu den besten 30 Absolventen gehören. Sie haben ebenfalls die Landwirtschaftsschule Traunstein besucht.

„Insgesamt wurden aus unserem Abschlussjahrgang in Traunstein sechs Meister mit dem Meisterpreis ausgezeichnet“, weist der Ausgezeichnete auf die Leistung seiner Mitstudierenden und die hohe Qualität der Ausbildung am AELF Traunstein hin. Unter den 30 jungen Gästen fanden sich heuer allein 19 aus den Berufen Landwirtschaftsmeister, Agrarbetriebswirt bzw. Techniker für Landwirtschaft.

Der Agrarbereich ist gefragt: Im vergangenen Herbst haben etwa 2.100 junge Menschen eine betriebliche Ausbildung begonnen – was zum dritten Mal in Folge eine leichte Steigerung bedeutet. Beim Austausch in München ging es auch um die aktuellen Herausforderungen. Stefan Niederbuchner nennt unter anderem: „Hohe Kostensteigerungen treffen auf stark schwankende landwirtschaftliche Erzeugerpreise.“

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