Die Kampenwand – künftig ein Spaßberg?

von Redaktion

Zum Leserbrief „Kampenwand: Keine Kapazitätserweiterung, kein Kollaps“ (Leserbriefseiten):

Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht nur zum Bau der neuen Kampenwandbahn Bäume gefällt werden, sondern dass der eine oder andere Baum (ganz unbeabsichtigt) „umfällt“, um die Strecke zwischen Berg- und Talstation zu verbreitern. Vielleicht ist dort ein Bikepark, wie ein solcher bereits an der Hochries existiert, vorgesehen. Eine Skiabfahrt kann man heutzutage leicht mit künstlicher Beschneiung einrichten. Eine Sommerrodelbahn und weitere Einrichtungen wie auf dem Hocheck sind vielleicht auch vorgesehen. Die Seilbahn wird dadurch natürlich oft zum Hinauffahren benützt werden. Das Berghotel kann auch mehr Gäste vertragen. Für Rollstuhlfahrer braucht man keine größeren Kabinen. Man könnte an der Bergstation einen Rollstuhlverleih organisieren wie beim Rosenheimer Sommerfestival. Das Gelände um die Bergstation ist leider nicht rollstuhlgerecht, weil es zu bergig ist. Das gilt auch für die Wege zur Steinlingalm und zurück. Was an der Kampenwand besonders gefährlich ist: Der Weg zum Gipfel führt zunächst über harmlose Serpentinen, die man von unten verfolgen kann, ist aber ab den „Kaisersälen“ durch die glatten Felsen höchst gefährlich. Die Bergwachtler haben dort bestimmt den einen oder anderen „Verirrten“ runterholen dürfen. Die Einsätze für die Bergwacht werden sich vermehren. Diese müssen die Bergbahnbesitzer natürlich bezahlen!

Marga Leingartner

Rosenheim

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