Durchsichtige politische „Winkelzüge“ vor der Wahl

von Redaktion

Zum Leserbrief „Politische Initiative gegen Ausweichverkehr an der A8“ (Leserbriefseiten):

Die ausschließlich von CSU-PolitikerInnen gestartete „politische Initiative“ gegen den Ausweichverkehr an der A8 soll nun kurz vor den Kommunalwahlen dem Wähler oder besser „Stimmvolk“ eine Aktivität vermitteln, die meines Erachtens reine politische Blenderei ist. Einen Kardinalfehler stellt bereits das Wort „A8“ dar, sind die massiven Probleme an der A93 Inntaldreieck – Kiefersfelden den fünf Personen nicht bekannt? Wer zudem glaubt, dass sich in elektronische Verkehrsfunksysteme zeitnahe Lösungen einspielen lassen, wird ein weiteres Mal enttäuscht. Und digitale Anzeigen entlang der A93? Dann ist dies ein Offenbarungseid, dass diese fünf Personen schon einige Zeit hier nicht mehr vorbeikamen. Es waren zu Beginn und Ende der Faschingsferien beispielsweise in Brannenburg unzumutbare Zustände, da der Ort aus den Richtungen Raubling, Bad Feilnbach und Oberaudorf überflutet wurde. Und dann wurde auch ganz ungeniert die ausschließlich Anwohnern vorbehaltene Degerndorfer Straße trotz entsprechender Beschilderung als weitere innerörtliche Ausweichroute genutzt, wie auch die Mühlen- und Sudelfeldstraße. Das i-Tüpfelchen war der Leserbrief des Bürgermeisterkandidaten Hubert Estner, inhaltlich völlig in Ordnung.

Aber politisch, lieber Herr Estner, hätten Sie sich als amtierender Gemeinderat schon längst hier Gehör verschaffen können. Und nicht auf eine billige und äußerst durchsichtige Wahlpropaganda zu setzen. Alles bislang und nun auch hier Angedachte verläuft meines Erachtens im Sande. Es sollten alle Bürgermeister, Landräte und alle gewählten Gemeinderäte von Aying über die Landkreise Miesbach, Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land eine Protestkundgebung vor dem bayerischen Innenministerium veranstalten!

Franz Fürle

Brannenburg

Anmerkungen der Redaktion: Üblicherweise veröffentlicht das OVB vor allem im Wahlkampf keine Leserbriefe von politischen Kandidaten. In diesem Fall ist nicht erkannt worden, dass es sich bei dem Autor um einen Bürgermeisterkandidaten handelt. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

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