Klimawandel, KI und epochale Änderungen

von Redaktion

Das Institut für Fenstertechnik (ift) Rosenheim feiert 60. Geburtstag – Eine Vielzahl neuer Prüfverfahren entwickelt

Rosenheim – 60 Jahre ift Rosenheim stehen für kompetente Dienstleistungen sowie das Vertrauen der Branche. Gleichzeitig ist es auch eine erfolgreiche Reise durch die technologische Entwicklung der Fenster-, Fassaden- und Bautechnik. Das Institut für Fenstertechnik e.V. wurde am Donnerstag, 10. März 1966, gegründet, um die Qualität von Holzfenstern durch Forschung, Prüfung und Zertifizierung zu verbessern. Es startete mit vier Personen und einem Haushalt von 103.400 D-Mark. In den folgenden 60 Jahren kamen viele neue Produkte, Materialien, Technologien und Aufgabengebiete sowie 226 Mitarbeiter hinzu.

1966 – das war die Zeit der Beatles, der ersten Sonde auf dem Mond sowie des Starts von Raumschiff Enterprise (Star Trek), aber auch der Gründung des Instituts für Fenstertechnik e.V., initiiert durch den Arbeitskreis Holzfenster. Institutsleiter Oberbaurat Erich Seifert und die Ingenieure Josef Schmid und Hans H. Froelich brachten als Experten über viele Jahre das Institut und die Branche nach vorne. Aus den vier Angestellten der ersten Stunde sind nun 230 Mitarbeiter geworden, die kompetent und engagiert die Probleme von heute für die Zukunft lösen.

In 60 Jahren entwickelte das ift Rosenheim für anstehende Probleme praxistaugliche Lösungen – ganz nach dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“.

In dieser Zeit wurde eine Vielzahl neuer Prüfverfahren inklusive neuer Prüfgeräte entwickelt sowie Richtlinien und Normen erarbeitet, da bis dahin nichts Entsprechendes existierte. Hierzu zählen große Themen wie die Ermittlung der Luft- und Schlagregendichtheit, Wärme- und Brandschutz und ganz aktuell der Schutz von Gebäuden vor physischen Belastungen durch Wetterextreme sowie durch Einbruch, Vandalismus oder Sabotage. Als logische Folge entstand dann auch die ift MessTec GmbH, die modernste Prüf- und Kalibriertechnik für das ift Rosenheim und Labore bei Herstellern und Zulieferern sowie anderen Prüfinstituten entwickelt, baut und kalibriert.

Eine sehr dynamische Phase begann im Jahr 2004 mit dem Führungsduo Dr. Jochen Peichl als Geschäftsführer und Professor Ulrich Sieberath als Institutsleiter. Im Zuge der Bauproduktenrichtlinie mit CE-Kennzeichnung sowie neuen Themenfeldern wie Nachhaltigkeit, Umwelt und Sicherheit kamen neue Aufgaben auf die Branche zu. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, wuchsen auch die Dienstleistungen des ift Rosenheim sowie die Mitarbeiterzahl auf nunmehr 230. Ebenso wurde das ift Rosenheim internationaler und macht nun circa 30 Prozent Umsatz mit internationalen Kunden, die die hohe Kompetenz und Verlässlichkeit des ift Rosenheim zu schätzen wissen.

Aktuell stehen der Branche und dem ift Rosenheim wieder große Veränderungen bevor. Die Produktion und die Produkte müssen nachhaltiger, kreislauffähig und resilienter werden. Das bedeutet eine grundlegende Änderung von Konstruktionen und Geschäftsmodellen, denn die Verantwortung der Hersteller wird zukünftig von der Herstellung über die Nutzung bis zum Rückbau reichen.

Hierfür müssen geeignete Konzepte für Reparatur, Ersatzteilversorgung sowie ein sortenreines Recycling sowie die Umnutzung und Wiederverwendung der einzelnen Materialien und Produkte entwickelt werden. Gleichzeitig ändern sich nationale und globale Märkte sowie Lieferketten. Auch die Möglichkeiten der KI werden alle Bereiche der Unternehmen beeinflussen – von der Konstruktion über Produktion bis zum Vertrieb.

Der Institutsleiter Professor Dr.-Ing. Winfried Heusler bringt es mit seinen eigenen Worten auf den Punkt: „Im Zeichen des Klimawandels, der Digitalisierung und der KI stehen wir vor epochalen Änderungen, für die wir Lösungen entwickeln werden, um der Branche Chancen zu eröffnen“. Weitere Informationen unter www.ift-rosenheim.de/60-jahre.

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