Wafer-Herstellung

Siltronic verzeichnet 2025 ein Minus von 77,9 Millionen Euro

von Redaktion

München/Burghausen – Der Münchner Wafer-Hersteller Siltronic mit dem Stammwerk in Burghausen hat 2025 ein Minus von 77,9 Millionen Euro eingefahren; 2024 gab es noch einen Gewinn von 67,2 Millionen Euro. Der Umsatz lag mit 1,35 Milliarden Euro 4,7 Prozent unter dem Vorjahr (1,41 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging um 12,7 Prozent auf 316,9 Millionen Euro (2024: 363,8 Millionen Euro) zurück.

Das geht aus den Geschäftszahlen für 2025 hervor, die das Unternehmen am gestrigen Donnerstag vorgestellt hat. Wafer sind Siliziumscheiben, aus denen Computerchips hergestellt werden. Im vergangenen Jahr verkaufte das Unternehmen, das weltweit rund 4.300 Mitarbeiter beschäftigt, mehr Waferfläche als im Vorjahr. Gleichwohl litt das Unternehmen nach eigenen Angaben unter der Abwertung des US-Dollars, unter Preiseffekten sowie unter hohe Lagerbeständen der Kunden.

Siltronic produziert seit vergangenem Jahr auch keine Wafer mehr, deren Durchmesser 150 Millimeter oder kleiner ist. Das hat nach Unternehmensangaben rund ein Drittel des Umsatzrückgangs ausgemacht. Ohne diesen Effekt wäre der Umsatz auf Vorjahresniveau gelegen.

Angesichts der anhaltenden Megatrends wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Elektromobilität zeigt sich Vorstandschef Dr. Michael Heckmeier zuversichtlich: „Davon werden wir langfristig profitieren und richten unser Handeln konsequent darauf aus.“ Gleichwohl rechnen die Siltronic-Chefs 2026 gegenüber 2025 mit einem weiteren Umsatzrückgang „im mittleren einstelligen Prozentbereich“. Wegen planmäßiger Abschreibungen – unter anderem für die neue 300-Millimeter-Fertigung in Singapur – werde das Betriebsergebnis (EBIT) „deutlich unter dem Niveau“ von 2025 (minus 26 Millionen Euro) liegen.

2025 hatte die Siltronic 369 Millionen Euro investiert. 2026 werden es voraussichtlich 180 bis 220 Millionen Euro sein. Die Aktionäre sollen heuer keine Dividende bekommen.

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