„Bleibt neugierig, um den Herausforderungen gerecht zu werden“

von Redaktion

Elektro-Innung Rosenheim feiert 53 erfolgreiche Absolventen – Goldener Meisterbrief für Richard Krogler

Rosenheim – Mit einer Freisprechungsfeier im Saal des Gasthofs Höhensteiger ist der Elektro-Nachwuchs im Landkreis Rosenheim in das Berufsleben gestartet. Insgesamt haben 53 Jung-Gesellen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und sind damit in einem der nachgefragtesten Handwerksberufe der Region angekommen. Nach Angaben der Innung belegt das Elektrohandwerk mit dieser Zahl an erfolgreichen Absolventen heuer Platz vier unter den Ausbildungsberufen im Landkreis.

Lorenz Zunhamer, Obermeister der Elektro-Innung Rosenheim, hatte daher nach eigener Darstellung gleich mehrfach Grund zur Freude. Er gratulierte den neuen Gesellen zur bestandenen Prüfung und mahnte zugleich, sich angesichts der unentwegten Veränderung des Berufsbildes nicht auf dem Erreichten auszuruhen. Die Anforderungen im Elektrohandwerk seien stetig gewachsen, nun gelte es, auf der erworbenen Basis immer wieder Neues zu erlernen. „Bleibt neugierig, um auch allen Herausforderungen gerecht zu werden!“, so Zunhamer. Besonders hob er auch die Prüfungsbesten hervor, die mit wertvollen Prämien und Geschenken ausgezeichnet wurden, welche von Unternehmen zur Verfügung gestellt worden waren.

Einen weiteren Schwerpunkt der Feier bildete die Würdigung langjähriger Prüfer. So ehrte Zunhamer mit Robert Buchner, Max Trum, Hans Jürgen Veeh und Albert Oberfuchshuber vier Mitglieder des Prüfungsausschusses, die weit über ein Jahrzehnt dieses Ehrenamt ausgeübt und damit hunderte von Auszubildenden geprüft und in den Beruf entlassen hatten.

Ganz besondere Anerkennung erhielt Elektromeister Richard Krogler, dem Zunhamer den Goldenen Meisterbrief überreichte. Diesen habe sich Krogler mit jahrzehntelanger Tätigkeit als Meister, Ausbilder, Unternehmer, Prüfer und beruflicher Ratgeber verdient. In seiner Dankesrede berichtete Krogler, er sei inzwischen im Ruhestand, stehe aber weiterhin dort, wo es gebraucht werde, mit Rat und Tat zur Verfügung.

Der stellvertretende Landrat Josef Huber betonte die starke Nachfrage nach versierten Fachleuten in allen Handwerksberufen. Die Absolventen, so Huber, würden nun in einen krisenfesten Beruf starten. Auch er unterstrich die Notwendigkeit steter Weiterbildung und rief die neuen Gesellen zu beruflicher Neugier auf, damit man ihnen möglicherweise eines Tages zum Meisterbrief gratulieren könne.

Claus Schlemm, Leiter der Berufsschule I in Rosenheim, hob den hohen Wert der dualen Ausbildung hervor, um die Deutschland von vielen Ländern beneidet werde. Die Region werde nun durch gut ausgebildete, kompetente Fachkräfte gestärkt. Schlemm lobte die Lernbereitschaft und den Wissensdurst der jungen Gesellen, die sie in der Ausbildung unter Beweis gestellt hätten.

Aus Sicht der Wirtschaft unterstrich Georg Holzner, Gewerbekunden-Betreuer der Sparkasse Bad Aibling-Rosenheim, die Bedeutung des Handwerks und seiner Fachkräfte als essenziellen Bestandteil der Gesellschaft. Holzner gratulierte den Gesellen zu ihrem Meilenstein in ihrer beruflichen Laufbahn. Theo Auer

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