Er ist der Neue an der Spitze der IG BAU Oberbayern

von Redaktion

Dieter Pangerl ist der neue Vorsitzende des Bezirksverbands der Gewerkschaft – und stellt klare Forderungen an die Politik

Rosenheim – Wechsel an der Spitze der IG BAU in der Region: Dieter Pangerl ist zum Vorsitzenden des Bezirksverbands Oberbayern der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) gewählt worden. Damit kümmert sich der 56-Jährige ab sofort vier Jahre lang um die Interessen von Bauarbeitern, Reinigungskräften und von Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft.

Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten alleine in Rosenheim rund 930 Menschen im Bauhauptgewerbe und 420 in der Gebäudereinigung. Als neuer Bezirksvorsitzender übernimmt Dieter Pangerl die Nachfolge von Harald Wulf. „Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma, im Maler- oder Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“, sagt Dieter Pangerl. Der Gewerkschafter appelliert an die Beschäftigten in der Region, sich für ihre Interessen einzusetzen. Das sei besonders in unsicheren Zeiten wichtig. Dabei stehe die IG BAU auch zukünftig fest an der Seite der Beschäftigten. „Das gilt nicht nur, wenn es um faire Bezahlung, gute Job-Bedingungen oder die Mitsprache im Betrieb geht, sondern gerade auch dann, wenn es Zoff mit dem Chef gibt“, so Pangerl.

Der neu gewählte Bezirksvorsitzende kündigt an, dass sich die IG BAU auch weiterhin in politische Debatten einmischen werde: „Viele Vorhaben der Berliner Koalition haben direkte Auswirkungen für unsere Region und die Beschäftigten. Ein typisches Beispiel ist hier der Wohnungsbau. Da geht es um bezahlbare Wohnungen und um mehr Sozialwohnungen. Hier ist dringend mehr Unterstützung vom Bund notwendig.“

Auch für die Stärkung der Tarifbindung fordert Pangerl ein klares Signal von der Bundesregierung: „Der Tariflohn sollte endlich zur Regel werden. Denn davon würden auch die Beschäftigten in der Region profitieren.“

Ein klares „Stoppschild“ fordert Pangerl für die Versuche, insbesondere den arbeitenden Menschen immer neue Belastungen aufzubürden. „Ob Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des Acht-Stunden-Tags oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – so dreiste Forderungen gehen völlig an der Realität der Beschäftigten vorbei.“

Gerade auf dem Bau und im Handwerk sei schon heute für viele die Rente mit 65, 66 oder 67 nicht erreichbar. Statt über soziale Einschnitte und den Abbau des Sozialstaats zu diskutieren, seien sinnvolle Reformvorschläge notwendig.

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