Mühldorf/Altötting – Mit einer feierlichen Freisprechungsfeier im voll besetzten Foyer der Berufsschule I in Mühldorf sind 68 Auszubildende im Kfz-Mechatroniker-Handwerk in das Berufsleben entlassen worden. Nach ihrer erfolgreichen Ausbildung und bestandenen Gesellenprüfung erhielten die jungen Handwerker ihre Gesellenbriefe.
Autos im ländlichen
Raum unabdingbar
Studiendirektor Manfred Hölzlwimmer begrüßte im Namen des Gesellenprüfungsausschusses neben den Absolventen besonders Schulleiter Thorsten Kögler, den stellvertretenden Landrat von Mühldorf, Richard Fischer, Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl, Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger, Obermeister-Stellvertreter Hans Maier, Christina Sachs vom Bildungszentrum in Mühldorf sowie Vertreter der Ausbildungsbetriebe, Eltern, Lehrkräfte und Mitglieder des Prüfungsausschusses.
In seinem Grußwort gratulierte der stellvertretende Landrat Richard Fischer den Absolventen der Fachrichtung Pkw und Lkw zur bestandenen Gesellenprüfung. Er betonte, man brauche gut ausgebildete Handwerker mehr denn je, besonders im ländlichen Raum, da Firmen und Bürger auf das Auto angewiesen seien. Die Branche benötige in Zukunft so lernbereite und motivierte Mitarbeiter wie die frischgebackenen Gesellen. Zudem sprach Fischer den jungen Handwerkern seine besten Wünsche für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben aus.
Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger hob die Bedeutung des Handwerks hervor und gratulierte ebenfalls zum Berufsabschluss: „Willkommen im Club der Macher!“, sagte er.
Schulleiter Thorsten Kögler würdigte die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft. Während die Betriebe qualitatives Arbeiten vermittelten, werde in der Berufsschule das fachliche Wissen erarbeitet, vertieft und der Nachwuchs auf die Gesellenprüfung vorbereitet. Die enge Verbindung zwischen Ausbildungsbetrieben und Berufsschule sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor für einen guten Berufsabschluss und eine erfolgreiche Zukunft, betonte Kögler und sagte an die Absolventen gewandt: „Euer Beruf ist anspruchsvoll, vertrauen Sie weiterhin Ihrem Können und Ihren Fähigkeiten.“
Bürgermeister Michael Hetzl stellte heraus, dass mit der Freisprechung der erste Schritt in der Berufsausbildung getan sei und die jungen Gesellen nun in die reale Arbeitswelt einträten. Es sei ein erhabenes Gefühl, den Gesellenbrief in der Hand zu halten. „Ihr habt es richtig gemacht, dass Ihr euch für einen Handwerksberuf entschieden habt. Macht weiter so, unsere Region braucht euch, denn der Kfz-Beruf wird weiterhin Zukunft haben“, betonte er.
Eine Branche, die
niemals still steht
Der stellvertretende Obermeister Hans Maier zeigte sich in seiner Laudatio erfreut über die große Zahl an neuen Kfz-Mechatronikern. Sie würden in einen Beruf starten, der in der heutigen Zeit unerlässlich und zukunftsreich sei. „Mit über 90.000 Auszubildenden im Kfz-Gewerbe ist es einer der aktivsten Ausbildungsbranchen in ganz Deutschland und das ist eine beeindruckende Zahl“, so Maier. Die Branche stehe niemals still: Elektromobilität, alternative Antriebe, softwaregesteuerte Systeme und zunehmend auch künstliche Intelligenz in Diagnose, Wartung und Organisation prägten das Arbeitsfeld. „Euer erlernter Beruf verbindet handwerkliches Können mit digitalem Know-how. Das Auto ist längst ein rollender Computer.“ Maier rief die Absolventen dazu auf, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken und sich den Herausforderungen des Berufslebens zu stellen.
Aus den Händen von Hans Maier, Gesellenprüfungsvorsitzendem Stefan Burghart, Studiendirektor Manfred Hölzlwimmer und Christine Burghart nahmen die Absolventen ihre Gesellenbriefe entgegen. Die Feier endete mit einem Imbiss. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Lehrerband der Berufsschule I. Alfons Maier