Lehrlingswerbung und Beitragsanpassung im Fokus

von Redaktion

Jahreshauptversammlung der Maurer-Innung Altötting/Mühldorf

Mettenheim – Die Maurer-Innung Altötting und Mühldorf hat im Gasthaus Kreuzerwirt in Mettenheim ihre Jahreshauptversammlung abgehalten, um auf ein arbeitsreiches Jahr zurückzublicken und die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Zu Beginn der Versammlung erhoben sich die Mitglieder zum Totengedenken, ehe die einzelnen Punkte der Tagesordnung abgehandelt wurden.

Obermeister Peter Heiß gab zunächst einen Überblick über die Eckdaten des vergangenen Jahres. Der Maurer-Innung beider Landkreise gehören derzeit 55 Mitglieder an, bei der zwei Zugänge aber auch zwei Abgänge zu verzeichnen waren. An Fortbildungen, Seminaren und Veranstaltungen erinnerte der Obermeister vor allem an die Freisprechung der jungen Gesellen, die Nachwuchswerbung „Oida Handwerk“ in den Berufsschulen Mühldorf und Altötting sowie in der Handwerkskammer. Hierzu appellierte der Obermeister, dass die einzelnen Betriebe bei den diversen Veranstaltungen mehr Präsens zeigen sollten, damit sich die interessierten Schulabgänger gezielt von ihrem Betrieb über die beruflichen Voraussetzungen beraten lassen können. Das Gokart-Rennen in Ampfing mit über 80 Teilnehmern war das Highlight des Innungsjahres und wurde vom Obermeister per Video in Erinnerung gebracht. Dieses Spektakel wird auch in diesem Jahr wieder am 25. September unter Federführung von Organisator Thomas Größlinger veranstaltet. Detailliert übermittelte Obermeister Peter Heiß den Mitgliedern die Zahlen der Jahresrechnung 2025, deren Einnahmen und Ausgaben fast ausgeglichen waren. Die Kasse wurde von den beiden Revisoren Erich Anglhuber und Otto Gumpendobler geprüft. Die Vorstandschaft wurde entlastet, der Haushaltsplanung 2026 zugestimmt.

Prüfungsgebühren die letztmals 2018 angepasst wurden, decken die Kosten für Verwaltung, Prüfungsausschuss und Material bei Zwischen- und Gesellenprüfung nicht mehr ab. Eine Erhöhung wurde von den Mitgliedern einstimmig genehmigt.

Besonders aufmerksam folgten die Innungsmitglieder dem Referenten Thomas Schmid, Geschäftsführer vom Landesverband Oberbayerischer Bauinnung über aktuelle Themen wie: Bayerisches Baugewerbe – Interessenvertretung, Bauen im Bestand (Asbest), Subunternehmereinsatz im Baugewerbe, Preissteigerung bei Baumaterial oder KI-Typische Einsatzgebiete im Bauunternehmen. Zu all diesen Themen gab der Geschäftsführer umfangreiche, fachspezifische Informationen.

Obermeister Peter Heiß gab anschließend einen kurzen Überblick zu aktuellen Themen des Baugewerbes. Die Holzbauförderung BayF-Holz des Freistaates wurde gestoppt. Preissteigerungen bei Baustoffen, Treibstoffen und Fracht durch die Iran-Krise.

Kurze Angebotsbindung bei den Baustoffen auch für langfristige Bauvorhaben. Die Talsohle ist durchschritten und die Nachfrage steigt wieder. Bürokratie und Vorschriften bei Arbeitssicherheit wurden verschärft. Die neuen Regelungen für Arbeiten mit asbesthaltigen Baustoffen die bei Gebäuden, bis Baujahr 1993 errichtet wurden. Die PFOA-Problematik im Landkreis Altötting hat sich nicht geändert. Die Gesellenprüfung bestanden 16 Teilnehmer (Notendurchschnitt praktischen Teil: 3,1) und (Notendurchschnitt im theoretischen Teil 2,6). Innungssieger bei der Sommerprüfung wurde Richard Gabriel Huber (Note 1,5) Ausbildungsbetrieb Lohmaier Bau, Obertaufkirchen. Innungssieger Winterprüfung war Bernhard Fliegl (Note 2,0) Ausbildungsbetrieb Kainzmaier Baugeschäft, Teising.

Die Trägerin des goldenen Ehrenringes der Bauinnung, Angela Kneißl-Rehwald wurde von der Versammlung einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. Anlass ist das Ausscheiden in Folge der Schließung ihres Betriebes zum Jahreswechsel mangels Nachfolge. Über mehr als ein Jahrzehnt engagierte Sie sich in besonderer Weise für die Ausbildung der Lehrlinge im Maurerhandwerk. am

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