„Fachkräftemangel ist kein Freifahrtschein“

von Redaktion

Die Aufgaben in den SHK-Gewerken werden immer vielseitiger. Entsprechend anspruchsvoll ist die Ausbildung. In Riedering verabschiedete die Rosenheimer SHK-Innung jüngst mehr als 40 erfolgreiche Absolventen in den Gesellenstand.

Riedering – Zur flotten Musik der „Mangfall-Blasn“ haben sich kürzlich im voll besetzten Festsaal beim Hirzinger Unternehmer, Mitarbeiter und Offizielle der drittgrößten Handwerker- Innung Bayerns getroffen. Mit 190 Mitgliedsbetrieben und mehr als 5.000 Angestellte stellt die Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) in der Stadt Rosenheim wie in den Landkreisen Rosenheim und Ebersberg einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor dar.

Schnell wachsende
Herausforderungen

Florian Stein, Innungs-Obermeister, begrüßte die Gäste und insbesondere die vielen jungen Gesellen, zu deren Freisprechungsfeier man sich zusammengefunden hatte. Er betonte die hohen Ansprüche, denen die ehemaligen Azubis bei ihrer Abschlussprüfung gerecht werden mussten. Um den immer größer werdenden Aufgaben und Herausforderungen im Arbeitsalltag gerecht zu werden, müssten auch die Kenntnisse und Fähigkeiten wachsen, betonte Stein. Die neuen Gesellinnen und Gesellen dürften zwar stolz sein auf ihre Leistungen, jedoch könne das bei den schnell wachsenden technischen Herausforderungen nicht heißen, dass man sich auf seinen Lorbeeren ausruhen könne. Fachliche und zukunftsorientierte Weiterbildung müsse ein ständiger Begleiter sein, so Stein.

Gleichzeitig mahnte der Obermeister bei der Politik an, diese müsse verlässliche Rahmenbedingungen für das Handwerk vorgeben, damit dieses verlässlicher Partner sein kann.

Eine ganze Reihe von hervorragenden Abschlussleistungen wurde gewürdigt. So die Staatspreisträger 2025 und 2026. Der Obermeister dankte auch den Ausbildungsbetrieben für deren Engagement und Einsatz für den Nachwuchs.

Launig erinnerte Landrat Otto Lederer an verflossene Zeiten, wo die Lehrherren nach Abschluss der Ausbildung von den neuen Gesellen zum Essen eingeladen wurden. Dabei ließ er offen, für wen es denn „früher“ besser gewesen war.

„Echte Wertschöpfung
für die Gesellschaft“

Lederer betonte, wie wichtig die SHK-Berufe seien – und wie wertvoll die sich ergänzende Ausbildung in Schule und Betrieb ist. Dazu bedankte er sich bei den ausbildenden Unternehmen: „Sie schaffen eine echte Wertschöpfung für die Gesellschaft.“ Abschließend gratulierte er den Absolventen zum Beweis ihrer fachlichen und menschlichen Kompetenz.

Kreis-Handwerksmeister Rudi Schiller stellte nochmals den großen Bedarf an Fachkräften heraus. Allerdings könne dies kein Freifahrtschein für jedweden Handwerker sein. „Ohne Leistung ist kein Verdienst möglich“, so Schiller. Dass die Absolventen fähig seien, hätten sie in der Ausbildung und Prüfung bewiesen.

Der Schulleiter der Berufsschule Bad Aibling bedankte sich beim Landrat für die Unterstützung des Landkreises bei Ausrüstung und Weiterbildung. Er bestätigte, dass für die neuen Gesellen beste Chancen für die Zukunft bestehen.

Für herausragende Leistungen im Spengler-Handwerk wurden schließlich noch Elisabeth Mentzel, Gottwald Lorenz, Leonhard Hollinger und Markus Lommatzsch ausgezeichnet.

Die geehrten Staatspreisträger

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