Wohnungsbau zwischen Anspruch und Wirklichkeit

von Redaktion

Bauminister Bernreiter zu Besuch bei der InnCon Baugesellschaft – Forderung: Weniger Regeln, mehr Vertrauen in Fachkompetenz

Winhöring – Bürokratie bremst den Wohnungsbau: Die InnCon Baugesellschaft mbH hat hochrangige politische Vertreter zu einem Gespräch über die Hürden bei der Realisierung von Wohnbauprojekten empfangen. Wie das Unternehmen mitteilt, informierten sich der bayerische Bauminister Christian Bernreiter, CSU-Generalsekretär Martin Huber und Bürgermeister Karl Brandmüller vor Ort in Winhöring über aktuelle Herausforderungen im Wohnungsbau – und darüber, warum Projekte trotz hohen Bedarfs oft nur schleppend umgesetzt werden können.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand das aktuelle Wohnbauprojekt „Am Isensee“ der InnCon. Die Geschäftsführung machte dabei deutlich, dass Genehmigungsverfahren, steigende Anforderungen und zunehmende Regulierung Projekte massiv ausbremsten. Im konkreten Fall habe es sechs Jahre gedauert, um Baurecht zu schaffen – und dennoch verzögerten weitere Detailanforderungen die Umsetzung. „Wir erleben in der Praxis, dass sich Anforderungen aus Normen, Förderbedingungen, kommunalen Vorgaben und erschwerten Finanzierungsbedingungen summieren – und Projekte dadurch unnötig kompliziert und teuer werden“, so die Verantwortlichen des Unternehmens. Darüber hinaus habe sich die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Behörden verändert: Statt auf die fachliche Verantwortung und Erfahrung der Projektbeteiligten zu vertrauen, rückten zunehmend zusätzliche Nachweise, Prüfungen und Absicherungen in den Vordergrund. Dies führe nicht nur zu längeren Verfahren, sondern auch zu einer Verlagerung von Verantwortung auf formale Prozesse – mit direkten Auswirkungen auf Geschwindigkeit und Planbarkeit von Bauvorhaben.

Der Appell der InnCon an die Politik war deutlich: Weniger Komplexität, schnellere Entscheidungen und ein stärkeres Vertrauen in die Fachkompetenz von Planern und Bauunternehmen seien entscheidend, um den Wohnungsbau wieder anzukurbeln. Weitere finanzielle Anreize der Staatsregierung für Selbstnutzer und Investoren wären zudem ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

„Bezahlbarer Wohnraum entsteht nicht durch immer neue Förderprogramme, sondern durch einfachere und verlässlichere Rahmenbedingungen. Wirtschaftlichkeit muss wieder im Mittelpunkt stehen – nicht Maximalstandards um jeden Preis“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

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