Wacker schreibt wieder schwarze Zahlen

von Redaktion

Nach hohen Verlusten 2025 Gewinn im ersten Quartal – Marktlage bleibt schwierig

Burghausen – Die Wacker Chemie AG hat im ersten Quartal 2026 trotz eines Umsatzrückgangs ein deutlich verbessertes Ergebnis erzielt, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Der Konzernumsatz lag demnach laut Quartalsmitteilung bei 1,41 Milliarden Euro und damit fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Vorquartal stieg er jedoch um zwölf Prozent.

In den ersten drei Monaten erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettogewinn von 15,3 Millionen Euro – ein Jahr zuvor waren es 3,4 Millionen Euro Verlust gewesen. Das EBITDA verbesserte sich im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 173 Millionen Euro.

Als Gründe für das positive Ergebnis nennt das Unternehmen Kosteneinsparungen im Rahmen des Effizienzprogramms „PACE“ sowie vorgezogene Kundenbestellungen infolge des Konflikts im Nahen Osten. „In Anbetracht des weiterhin schwachen Marktumfelds sind wir gut ins Jahr gestartet. Unser Ergebnis konnten wir vor allem aufgrund von Kosteneinsparungen und vorgezogenen Kundenbestellungen steigern“, bestätigte CEO Christian Hartel. Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf sei aber keine Trendwende abzusehen, so Hartel. „Die Nachfrage in vielen unserer Abnehmerbranchen ist weiterhin schwach. Dazu kommen die Effekte aus dem Konflikt im Nahen Osten. Die Verwerfungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten haben zu deutlich erhöhten Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik geführt.“

Mit dem „PACE“-Programm strebt Wacker jährliche Einsparungen von über 300 Millionen Euro an, damit verbunden ist ein Wegfall von über 1.500 Stellen weltweit, überwiegend in Deutschland. Für das Gesamtjahr 2026 hält das Unternehmen die EBITDA-Prognose mit einer Spanne von 550 bis 700 Millionen Euro unverändert, hebt die Umsatzprognose jedoch auf ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an.

Artikel 3 von 7