„Unser Handwerk ist mehr als Dienstleistung – es ist Kreativität und Persönlichkeit“

von Redaktion

Jahresversammlung der Friseur-Innung in Töging – Friseur-Handwerk durch Fachkräftemangel und steigende Preise weiter unter Druck

Töging – Die Mitglieder der Friseur-Innung Mühldorf/Altötting trafen sich kürzlich zur Jahresversammlung im Wirtschafts-Service-Zentrum in Töging. Obermeisterin Nadine Stallwanger begrüßte Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger und die Mitglieder.

In ihrem Tätigkeitsbericht berichtete sie über diverse Versammlungen, die Freisprechungsfeier und über den Berufsfindungstag „Oida Handwerk“.

„Diese Termine zeigen, dass der fachliche Austausch untereinander lebt – und das ist wichtiger denn je“, sagte die Obermeisterin.

Nach drei Betriebsaufgaben gehören der Innung derzeit 39 Mitglieder an. An der Berufsschule in Altötting werden in den drei Fachklassen 56 Auszubildende aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting beschult. An der Gesellenprüfung Teil I nahmen elf Teilnehmer und im Teil II 14 Teilnehmer teil und legten diese erfolgreich ab. Die Obermeisterin zeigte sich erfreut über deren erfolgreichen Berufsabschluss, betonte jedoch, dass weiterhin Unterstützung für die Absolventen erforderlich sei. In diesem Zusammenhang dankte die Obermeisterin den Ausbildungsbetrieben für ihre Ausbildungsbereitschaft, ferner dem Prüfungsausschuss, den Lehrern sowie der Berufsschule für die Unterstützung.

Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger gab einen detaillierten Überblick über die Jahresrechnung 2025 sowie über den Haushaltsplan 2026. Die beiden Kassenprüferinnen Maria Lederbauer und Kathrin Kaufmann hatten nichts zu beanstanden, weshalb die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde. Beide Revisoren wurden anschließend wieder einstimmig im Amt bestätigt.

Abschließend gab Obermeisterin Nadine Stallwanger noch einen Ausblick auf anstehende Herausforderungen im Friseurhandwerk. „Die Themen bleiben die gleichen – und sie werden auch nicht weniger“, so die Obermeisterin, und zählte einige Punkte auf, wie Fachkräftemangel, Nachwuchsgewinnung, Genderpreise, steigende Kosten und zunehmenden Preisdruck.

Aus Sicht der Obermeisterin sollte dem Friseurberuf mehr Wertschätzung entgegengebracht werden: „Es ist wichtig, dass wir den Wert unserer Arbeit selbstbewusst vertreten. Denn unser Handwerk ist mehr als Dienstleistung – es ist Qualität, Kreativität und Persönlichkeit“, betonte Nadine Stallwanger. am

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