Wiederaufforstung auf Sturmflächen Thema

von Redaktion

Waldbesitzerinnen informieren sich

Obing – Mehr als 20 Waldbesitzerinnen und am Wald interessierte Frauen nahmen kürzlich in Obing an einer Waldbegehung mit Försterinnen der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) Traunstein und Töging teil. Im Mittelpunkt standen die Sturmflächen, die durch das verheerende Unwetter vom 20. Juli 2021 entstanden waren.

Gemeinsam besichtigten die Teilnehmerinnen die Flächen und erhielten Einblicke in die Entwicklung seit dem Sturmereignis. Försterin Petra Bathelt vom AELF Töging, damals noch am AELF Traunstein tätig, erinnerte sich noch eindrücklich an diesen Tag: „Das war das schlimmste Gewitter, das ich je erlebt habe.“ Bereits zur Mittagszeit habe sich der Himmel bedrohlich verdunkelt: „Mittags kam’s pechschwarz.“ Die Schäden waren enorm. Zahlreiche Bäume wurden umgeworfen oder gebrochen, die Infrastruktur war vielerorts beeinträchtigt. „Sämtliche Straßen waren blockiert“, berichtete Bathelt. Die Auswirkungen hätten viele Waldbesitzer tief getroffen: „Einige Waldbesitzer, die ich getroffen habe, haben geweint.“ Um die gewaltigen Holzmengen aufzuarbeiten, waren in den folgenden Wochen zahlreiche Maschinen im Einsatz. „Es liefen über 20 Harvester gleichzeitig“, erinnerte sich die Försterin. Trotz der schwierigen Situation habe es zumindest einen positiven Aspekt gegeben: „Glück im Unglück – Holz war gesucht, der Preis war gut.“

In den darauffolgenden Jahren stand die Wiederbewaldung der Flächen im Mittelpunkt. Die Waldbesitzer mussten große Teile der Schadflächen neu aufforsten. Dabei wurden unterschiedliche Baumarten verwendet, um standortgerechte, klimatolerante Mischbestände aufzubauen.

„Die Wiederaufforstung der Flächen war eine echte Herausforderung“, betonte Bathelt. Vor Ort erläuterten sie und Christine Zahnbrecher vom AELF Traunstein den Teilnehmerinnen die einzelnen Maßnahmen.

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