Start für den Krones-Neubau in Aibling

von Redaktion

Der Bau der neuen Krones-Produktion in Bad Aibling hat bereits begonnen. Der neue Standort mit 30.000 Quadratmetern Gesamtfläche soll bis 2027 fertig sein und beantwortet, welchen Einfluss die wirtschaftliche Lage auf die Pläne des Verpackungs-Giganten hat.

Rosenheim – Auf die Frage nach der neuen Produktionsfläche in Bad Aibling hat Krones-Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk eine einfache Antwort: „Es läuft alles nach Plan und es gibt momentan nichts in Aussicht, was einer Eröffnung 2027 im Weg stehen würde”, meint er. Im Technologiepark Mietraching erfolgte im Februar 2026 der Spatenstich zu dem Großprojekt, welches nach rund 14 Jahren das Gewerbegebiet wiederbeleben soll.

Untergrund
wird stabilisiert

Seitdem laufen die Arbeiten des regionalen Bauunternehmens Goldbeck, das zunächst den Untergrund stabilisieren muss, bevor die ersten Stützen am ehemaligen Kasernengelände in den Boden gesetzt werden können. In gut einem Jahr sollen 12.000 Quadratmeter für die Produktion, 4.000 Quadratmeter für Büroräume sowie 2.000 Quadratmeter an Ausbildungs- und Werkstattflächen bezugsfertig sein. Diese werden von der Retis Holding, einer von Walter Schatt gegründeten Gesellschaft, an Krones vermietet.

Dann werden auch die kleineren Standorte des Verpackungsspezialisten in Kirchdorf und Kiefersfelden geschlossen und die 250 Arbeits- sowie 50 Ausbildungsplätze in Bad Aibling zusammengeführt.

„Bei dieser Belegschaftsgröße werden wir auch erst einmal bleiben“, sagt Klenk. Auch wenn die neue Produktion einige Möglichkeiten eröffnet, müsse man den neuen Standort zunächst „ins Laufen bringen“.

Erst zwei bis drei Jahre später könnte man über die weitere Entwicklung nachdenken. „So ein neuer Standort birgt auch immer eine Menge Herausforderungen. Wir müssen zunächst die Produktivität dort wettbewerbsfähig gestalten. Alles andere wäre stand jetzt zu früh“, meint der Vorstandsvorsitzende auf Nachfrage. Auch ohne den neuen Standort hat der global agierende Verpackungshersteller einige Aufgaben. Unter anderem wegen der Krise im Nahen Osten versucht Krones aktuell, die Lieferketten zu stabilisieren. „Wir haben unseren Lieferanten mehr Geld gegeben, damit sie zuverlässig liefern“, berichtet Krones-Finanzleiterin Uta Anders. Gerade das notwendige Kunststoffmaterial sowie Halbleiter seien von besonderer Bedeutung, da die Produktion auf diese Teile angewiesen sei.

Weltweiter
Bedarf wird steigen

Insgesamt ist das Unternehmen laut Klenk für die kommenden Jahre gerüstet. „Die Nachfrage ist groß und wir können jetzt schon unsere Produktion für das Jahr 2026 auslasten“, meint der Krones-Chef.

Laut einer aktuellen Studie wird der weltweite Bedarf an abgepackten Getränken von rund 1.500 Milliarden (2025) auf gut 1.620 Milliarden Liter im Jahr 2028 steigen. Dabei macht Nordamerika den größten Anteil aus, aber auch der asiatische und afrikanische Markt werden in den kommenden Jahren laut der Statistik stark zunehmen. Dementsprechend verspricht sich auch Krones im Jahr 2026 ein Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent. Im ersten Quartal 2026 lag der Umsatz bei knapp 1,4 Milliarden Euro.

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