Berufsfachschule Dr. Kalscheuer gewinnt nationalen KI-Wettbewerb

von Redaktion

Praxisnahe Unterrichtsszenarien das Ziel – Projektentwurf wird mit 10.000 Euro gefördert

Rosenheim – Die Berufsfachschule für E-Business Management Dr. Kalscheuer gewinnt gemeinsam mit der Queen Mary University of London bundesweiten KI-Wettbewerb.

Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie Menschen lernen und arbeiten. Um Schülerinnen und Schüler auf diese Entwicklung vorzubereiten, haben die Europäische Kommission und die OECD gemeinsam das neue AI-Literacy-Framework entwickelt. Das Rahmenwerk beschreibt erstmals, welche Kompetenzen junge Menschen benötigen, um künstliche Intelligenz kritisch und zugleich kreativ nutzen zu können. Vor diesem Hintergrund haben der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die TÜV SÜD Stiftung den bundesweiten Ideenwettbewerb „AI Literacy in der Schule“ ausgeschrieben. Gesucht wurden innovative Konzepte, welche die Ziele des neuen Frameworks in konkrete Unterrichtspraxis übersetzen. Die Konzepte sollen exemplarisch zeigen, wie die Vorgaben des AI-Literacy-Frameworks im Unterricht umgesetzt werden können. Sie sollen damit anderen Schulen und Lehrkräften als Orientierung und Hilfestellung für die praktische Umsetzung dienen. Zu den Gewinnern gehört die Berufsfachschule für E-Business Management Dr. Kalscheuer. Gemeinsam mit der Queen Mary University of London wurde ein Projektentwurf entwickelt, der nun mit 10.000 Euro gefördert wird. Viele Bildungsangebote vermitteln KI bislang vor allem als Werkzeug, etwa zur Erstellung von Texten, Bildern oder automatisierten Assistenzsystemen. Jugendliche nutzen KI jedoch zunehmend als Gesprächspartner, Lernhilfe oder Orientierungssystem. Dadurch entstehen neue pädagogische Herausforderungen. „Jugendliche, die sich regelmäßig auf KI verlassen, verlieren mitunter das Vertrauen in ihre eigenen Gedanken. Ihre Überlegungen können an Tiefe verlieren. Gleichzeitig übernehmen sie fehlerhafte Aussagen oder Denkweisen der KI“, erklärt Frank Blumenschein, stellvertretender Schulleiter der Schule und Initiator des Projekts. „Deshalb müssen junge Menschen lernen, KI kritisch zu hinterfragen. Dies können sie aber nur, wenn sie besser verstehen, wie KI überhaupt funktioniert.“

Das Projekt wird gemeinsam mit Lehrkräften sowie Schülern der Berufsfachschule Dr. Kalscheuer und dem Lehrstuhl für Physik und KI von Professor Ulla Blumenschein an der Queen Mary University of London umgesetzt. Ziel ist die Entwicklung praxisnaher und handlungsorientierter Unterrichtsszenarien, die Lehrkräfte direkt im Unterricht einsetzen können.

Georg Füchtner

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