Hohe Materialkosten belasten das Handwerk

von Redaktion

Töging – Das Handwerk steht erneut unter massivem Druck. Nach den wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges trifft der Konflikt im Iran viele Betriebe erneut mit voller Wucht. Steigende Energiepreise, teurere Rohstoffe und unsichere Lieferketten treiben die Materialkosten in die Höhe. Branchenverbände berichten von Preissteigerungen zwischen drei und fünf Prozent seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten. Auch Baustoffe auf Erdölbasis wie Kunststoffe, Folien oder Asphalt werden deutlich teurer. „Wir sehen fast überall starke Kostensteigerungen“, so Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger. Besonders problematisch sei, dass viele Angebote bereits kalkuliert wurden und Betriebe die zusätzlichen Kosten nicht an die Kunden weitergeben können. Gleichzeitig verschieben viele private Bauherren geplante Projekte wegen steigender Finanzierungskosten und wirtschaftlicher Unsicherheit. Das gesamte deutsche Handwerk leidet unter der Entwicklung. Laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe spürbar. Sinkende Aufträge, höhere Einkaufspreise und unsichere Märkte setzen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen unter Druck. Für viele Handwerksbetriebe bleibt die Lage angespannt, trotz voller Auftragsbücher.

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