Prien/Hohenaschau – Beim 14. Symposium Logistik Innovativ hat der bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, am ersten Symposiumstag rund 160 geladene Gäste zu einem Abendempfang in die Festhalle Hohenaschau eingeladen. Wie das Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) Prien mitteilt, brachte die alle zwei Jahre in Prien am Chiemsee stattfindende zweitägige Veranstaltung Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen, Verbänden und Politik zusammen.
Das Symposium stand unter dem Leitmotiv „Resilienz und Sicherheit – Gemeinsam die Logistik und Mobilität von Morgen gestalten“. In seiner Festrede in der unweit von Prien gelegenen Festhalle am Fuße des Schlosses Hohenaschau betonte Staatsminister Bernreiter die zentrale Bedeutung belastbarer Verkehrs- und Logistiksysteme für Wirtschaft und Gesellschaft. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen würden deutlich vor Augen führen, wie sensibel globale Liefer- und Versorgungsketten auf Krisen und Störungen reagierten.
Umso wichtiger sei es, die Resilienz der Verkehrs- und Transportinfrastruktur weiter zu stärken und flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bernreiter unterstrich dabei die Rolle der Transport-, Logistik- und Mobilitätsbranche als Rückgrat einer funktionierenden Wirtschaft – nicht nur im Normalbetrieb, sondern insbesondere auch in Krisenzeiten.
Als wesentliche Handlungsfelder für mehr Resilienz und Sicherheit nannte der Staatsminister eine leistungsfähige Infrastruktur, die digitale Vernetzung der Verkehrsträger sowie die Gewinnung von qualifizierten Fachkräften.
Mit dem Güterverkehrskonzept Bayern verfolge die Bayerische Staatsregierung das Ziel, die Verkehrsträger noch besser miteinander zu verknüpfen und den Warentransport zukunftssicher aufzustellen. „Gerade im Alpenraum sind leistungsfähige Verkehrsverbindungen und abgestimmte Lösungen über Ländergrenzen hinweg unverzichtbar, um Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Mobilität langfristig zu gewährleisten“, betonte Bernreiter.
Im Anschluss diskutierte der Staatsminister gemeinsam mit René Zumtobel, Landesrat für Verkehr, Umwelt und Naturschutz der Tiroler Landesregierung, Sandra Herbst vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Christine Völzow von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. sowie Philipp Wessiak vom Verein Netzwerk Logistik (VNL) Österreich über Versorgungssicherheit, Infrastruktur, Wettbewerbsfähigkeit und grenzüberschreitende Wirtschaftsräume. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit im Alpenraum und der gemeinsamen Weiterentwicklung leistungsfähiger Verkehrs- und Logistiksysteme entlang der europäischen Nord-Süd-Achsen. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Dr. Petra Seebauer, Geschäftsführerin des LKZ Prien. Sie betonte die Bedeutung vernetzter Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung, um die Herausforderungen einer zunehmend komplexen und dynamischen Welt erfolgreich zu bewältigen.
Staatsminister Bernreiter würdigte das Symposium als wichtige Plattform für den praxisnahen Austausch. Resilienz und Versorgungssicherheit könnten nur im engen Zusammenspiel aller Akteure entstehen.
Seit mehr als 28 Jahren leiste das LKZ Prien einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung von Logistik, Mobilität und Verkehr.