Stephanskirchen – Nach dem Verkauf der Hamberger-Sparte Flooring wurde es ruhig um das Stephanskirchener Unternehmen. Im Februar kaufte der Münchner Private-Equity-Investor Mutares die Bodenbelagssparte auf. Die Hamberger Industriewerke bestehen weiterhin. Der Fokus liegt nun auf dem Bereich Sanitary – also WC-Sitze. Jetzt gibt es allerdings wieder Neuigkeiten bei den Industriewerken. Denn eine weitere Sparte wurde herausgekauft.
Die akustikplus GmbH & Co. KG stellt sich ab sofort eigenständig auf: Die Hamberger Industriewerke GmbH hat ihre Anteile daran sowie an deren Komplementärin, der Akustik Plus Verwaltungs GmbH, veräußert. „Mit dem Vollzug der Transaktion zum 30. Juni 2026 setzt der auf Akustikelemente spezialisierte Hersteller seine Entwicklung am Standort Stephanskirchen künftig als eigenständiges Unternehmen fort“, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Damit verbunden ist eine große Überraschung. Denn akustikplus geht nicht etwa an einen Investor aus München, wie es bei Flooring der Fall war. Nein, das Unternehmen geht zurück in altbekannte Hände. Denn die Geschäftsführung übernimmt neben Sebastian Müller, der bisher Prokurist sowie Vertriebs- und Marketingleiter des Unternehmens war, Peter Hamberger junior. Ende Juni 2025 hatte ein Großteil der Gesellschafter der Industriewerke überraschend beschlossen, Hamberger aus der Geschäftsführung des Familienunternehmens zu entlassen.
Nun ist der Unternehmer zurück auf dem regionalen Unternehmens-Parkett – und auch zurück in der Geschäftsführung von akustikplus. „Mit der Herauslösung aus der Hamberger Firmengruppe steht akustikplus jetzt auf eigenen Beinen“, sagte Hamberger exklusiv dem OVB. „Wir wollen in Ruhe und mit Augenmaß zeigen, was in diesem Unternehmen steckt.“
Akustikplus produziert Akustikelemente für die Gestaltung von Innenräumen. Das Unternehmen bedient schwerpunktmäßig die DACH-Region – aber auch international ist akustikplus aktiv. Mit der Übernahme ändert sich für Kunden des Unternehmens allerdings nichts, wie auch Sebastian Müller gegenüber dem OVB betont: „Für unsere Kunden ändert sich im Tagesgeschäft nichts: Das Team bleibt, die Produkte bleiben, die Ansprechpartner bleiben.“
Das Ziel ist für ihn klar: „Wir wollen uns Schritt für Schritt dort weiterentwickeln, wo wir unseren Kunden einen Mehrwert bieten können.“