Handwerk trotzt der Hitze

von Redaktion

Gesundheit und Qualität haben Vorrang – Flexible Reaktionen auf Herausforderungen

Altötting/Mühldorf – Ob auf dem Dach, auf der Baustelle, in der Backstube oder in der Werkstatt – das Handwerk kennt keine Sommerpause. Während viele Menschen die heißen Tage im Freibad oder im Büro verbringen, arbeiten Tausende Handwerker auch bei Temperaturen von weit über 30 Grad im Freien oder in aufgeheizten Arbeitsbereichen. Die zunehmenden Hitzewellen stellen das Handwerk dabei vor immer größere Herausforderungen.

„Unsere Betriebe leisten auch an heißen Tagen hervorragende Arbeit. Gleichzeitig hat der Schutz der Beschäftigten oberste Priorität“, betont Kreishandwerksmeister Rainer Dachsberger.

Viele Handwerksbetriebe reagieren inzwischen flexibel auf die extremen Wetterbedingungen. Arbeitsbeginn ist häufig bereits in den frühen Morgenstunden, körperlich besonders anstrengende Tätigkeiten werden möglichst in die kühleren Tageszeiten verlegt. Regelmäßige Trinkpausen, Sonnenschutz, leichte Arbeitskleidung und schattige Erholungsbereiche gehören mittlerweile vielerorts zum Standard.

Besonders betroffen sind Dachdecker, Zimmerer, Straßenbauer, Maurer, Landschaftsgärtner sowie alle Gewerke, die überwiegend im Freien arbeiten. Doch auch in Backstuben, Schlossereien oder Kfz-Werkstätten steigen die Temperaturen oftmals deutlich über das normale Maß hinaus.

Die Kreishandwerkerschaft appelliert deshalb an Auftraggeber und Kunden, Verständnis für notwendige Anpassungen der Arbeitsabläufe zu zeigen. Bei extremer Hitze kann es vorkommen, dass Arbeiten früher beginnen oder sich einzelne Termine geringfügig verschieben. Diese Maßnahmen dienen ausschließlich dem Schutz der Beschäftigten und der Sicherung einer hohen Arbeitsqualität.

Gleichzeitig zeigt sich einmal mehr, welche Bedeutung das Handwerk für die Gesellschaft besitzt. Ob Energieversorgung, Wohnungsbau, Lebensmittelversorgung oder Mobilität – das Handwerk sorgt auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen dafür, dass der Alltag funktioniert.

Die zunehmenden Hitzetage machen deutlich, dass der Klimawandel längst in den Betrieben angekommen ist. Umso wichtiger werden Investitionen in moderne Arbeitsmittel, ausreichenden Sonnenschutz und eine gesundheitsgerechte Arbeitsorganisation. Nur so kann das Handwerk auch künftig seiner wichtigen Rolle als Rückgrat der regionalen Wirtschaft gerecht werden.

Abschließend richtet die Kreishandwerkerschaft einen Dank an alle Handwerkerinnen und Handwerker: Ihr täglicher Einsatz, ihre Professionalität und ihre Belastbarkeit verdienen gerade an heißen Sommertagen besondere Anerkennung. Mit großem Engagement sorgen sie dafür, dass Aufträge zuverlässig ausgeführt und die Menschen in der Region bestens versorgt werden.

Artikel 2 von 5