539 junge Leute starten im Landkreis Rosenheim im Handwerk durch

von Redaktion

Kreishandwerksmeister Rudolf Schiller: „Eine Lehre ist ein solides Fundament für die berufliche Karriere“

Rosenheim – 539 junge Menschen starten im Landkreis Rosenheim mit einer Handwerksausbildung in das am 1. September beginnende Lehrjahr. 2025 wurden von der Handwerkskammer zum gleichen Zeitpunkt 549 neue Ausbildungsverträge registriert.

Damit behauptet sich das Handwerk als bedeutender und zuverlässiger Ausbilder in der Region: Der Anteil der Lehrlinge, die im Handwerk ins Berufsleben starten, lag 2025 gemessen an der Gesamtwirtschaft bei 37 Prozent. „Mit einer Berufsausbildung im Handwerk habt ihr die beste Entscheidung getroffen“, betont Kreishandwerksmeister Rudolf Schiller und fügt hinzu: „Eine Lehre ist ein solides Fundament für die berufliche Karriere.“

Der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, verweist auf die zukunftsfesten Jobs im Handwerk. „Die Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Künstliche Intelligenz ersetzt in vielen Bereichen der Wirtschaft zunehmend Arbeitsabläufe und Prozesse. Auch im Handwerk unterstützt KI unsere Mitarbeitenden, kann und wird sie jedoch niemals ersetzen.“

Peteranderl und Schiller verweisen in diesem Zusammenhang auf die breite Palette der über 130 Handwerksberufe, die für jedes Talent die passende Ausbildung bieten. „Unabhängig vom Schulabschluss kann bei uns jeder durchstarten. Unsere Berufe sind modern, kreativ und abwechslungsreich. Die Karrierewege stehen auch ohne Studium offen, der Meisterbrief ist dem Bachelor-Abschluss gleichgestellt. Als Meisterin und Meister könnt ihr euch später selbstständig machen, einen Betrieb übernehmen und selbst Azubis ausbilden.“

Die meisten Ausbildungsverträge im Handwerk wurden im Landkreis Rosenheim in diesem Jahr bislang in den Berufen Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Elektroniker/in und Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik registriert.

Schiller und Peteranderl weisen darauf hin, dass der Einstieg in die Berufsausbildung auch nach dem 1. September jederzeit möglich ist: „Handwerkskammer, Innungen, Verbände und Arbeitsagenturen unterstützen bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz.“ In diesem Zusammenhang betonen Kammerpräsident und Kreishandwerksmeister das gemeinsame Engagement in der Nachwuchswerbung: „Wir sind auf Berufsmessen und in Schulen präsent, öffnen unsere Bildungszentren und laden zu besonderen Aktionstagen ein. Der verpflichtende ‚Tag des Handwerks‘ an den weiterführenden Schulen im Freistaat gibt uns dafür den passenden Raum.“

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