Rosenheim – Fördermittel für neue Agroforststreifen können bayerische Landwirte noch bis Mittwoch, 30. September, bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) beantragen. Seit 2023 unterstützt der Freistaat die Anlage solcher Systeme über das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) mit bis zu 65 Prozent der Nettokosten. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betont, Agroforst verbinde landwirtschaftliche Produktion mit Klima- und Ressourcenschutz. Bayern gehöre zu den wenigen Bundesländern, die ihre Betriebe bei der freiwilligen Anlage solcher Systeme finanziell unterstützen. Damit schaffe man Anreize statt neuer Vorgaben. Bei Agroforstsystemen kombinieren Landwirte Ackerbau oder Tierhaltung mit Gehölzstreifen auf derselben Fläche, welche vor Verdunstung und Erosion schützen sowie die CO2-Bindung im Boden fördern. Zusätzlich können Betriebe für den Erhalt der angelegten Streifen jährliche EU-Zahlungen über die sogenannten Öko-Regelungen beantragen. Beratung bieten die zuständigen Ämter sowie der Internet-Förderwegweiser des Staatsministeriums auf seiner Website.