Anregungen für die Arbeit in Berlin

von Redaktion

Unternehmen im Dialog mit Staatssekretär Mayer – Energiewende zentrales Thema

Unterneukirchen/Mühldorf – Wo heimischen Unternehmern der Schuh drückt: Das wollte Staatssekretär Stephan Mayer wissen und lud Unternehmer aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting zu einem Hintergrundgespräch ins Hofcafé nach Unterneukirchen ein.

„Wir können in Berlin nur die Stellschrauben in der Wirtschaftspolitik verändern, wenn wir uns Anregungen von den Praktikern holen“, sagte Mayer, der dieses Treffen nun regelmäßig organisieren will. Der Staatssekretär sprach zunächst die deutlich abkühlende Konjunktur an und erläuterte kurz die Handschrift der CSU in der Wirtschaftspolitik der Großen Koalition. Nachlegen müsse man insbesondere im Bereich der Deregulierung, sagte Mayer und machte deutlich: „Die CSU tritt auch weiterhin für die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags ein, auch wenn der Zuschlag für 90 Prozent der Steuerzahler 2021 abgeschafft wird.“

Dr. Bernhard Langhammer von der InfraServ GmbH und Joachim Oechsner von „Fuhrmann Nutzfahrzeuge“ hakten beim Thema „Bürokratisierung“ nach. Richard Langlechner von der AWN GmbH bemängelte, dass man an die Verantwortlichen, die in den Behörden entscheiden, nicht „rankomme“. Langhammer kritisierte zudem die aufwendigen und langwierigen Planungsverfahren. Speziell wurde das Thema Brandschutz angesprochen.

Breiten Raum nahm das Thema Energiewende ein. Die Wirtschaft brauche eine sichere und stabile Stromversorgung. Andreas Eiting von Kraftwerke Haag GmbH erwähnte, dass der Ausbau der Stromleitungen von Nord nach Süd an allen Enden hake. In guten Zeiten mit Sonne und Wind habe man 110 Prozent regenerative Energie. Überschüsse könnten nicht gespeichert werden. In schlechten Zeiten müsse man dagegen bis zu 50 Prozent an Energie zukaufen.

Franz Popp von der GfG Seibt AG in Burgkirchen ging auf das Thema Fachkräftemangel ein und würde sich bessere Zuverdienstmöglichkeiten für Mitarbeiter im Vorruhestand wünschen.

Stephan Mayer sagte zu, sich um die Anliegen zu kümmern und beim nächsten Treffen – vermutlich im Januar 2020 – den Sachstand zu den Themen zu berichten.

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