Aktuelles in kürze

von Redaktion

Klagewelle gegen Volkswagen

Der frühere Bundesinnenminister Gerhard Baum will für 5000 Kunden des VW-Konzerns Klage auf Schadenersatz einreichen. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Er wirft VW vor, im Abgasskandal auf eine Verjährung zu setzen, die für viele Autofahrer schon im kommenden Jahr einsetzen würde. Die Bundesregierung habe es versäumt, eine Sammelklage zu ermöglichen. VW habe Gespräche über einen Vergleich abgeblockt.

Das US-Pharmaunternehmen Gilead übernimmt die Biotech-Firma Kite Pharma für 11,9 Milliarden Dollar (rund 10 Milliarden Euro) und will sich damit einen Platz im lukrativen Markt der Krebsbehandlung sichern. Je Aktie werde Gilead 180 Dollar zahlen, bestätigte das Unternehmen am Montag. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ darüber berichtet. Der Angebotspreis liegt damit je Aktie um 29 Prozent über dem, was die Papiere am Freitag zum Börsenschluss wert waren. Mit dem Kauf setzt Gilead seinen Fuß in die Tür zum Markt einer speziellen Krebstherapie, bei der gentechnisch veränderte Zellen ins Immunsystem der Patienten gebracht werden, um Tumore zu bekämpfen. Branchenexperten sehen hierin ein Milliardengeschäft.

Auch Versicherer leiden unter Harvey Der starke Euro hat dem Dax am Montag kaum eine Chance für Kursgewinne gelassen. Nach einem insgesamt lustlosen Verlauf schloss der deutsche Leitindex 0,37 Prozent tiefer bei 12 123,47 Punkten. Im Blick der Anleger standen die Aktien von Bayer nach Studiendaten zum Blutgerinnungshemmer Xarelto. In einer klinischen Studie konnte der Pharmakonzern das Risiko von Schlaganfällen und Infarkten bei chronisch herz- und gefäßkranken Patienten deutlich senken. Die Bayer-Aktien schlugen sich besser als der Dax, waren aber mit minus 0,05 Prozent knapp im negativen Bereich. Papiere von Rückversicherern gerieten wegen der Auswirkungen des Tropensturms „Harvey“ in Südtexas unter Druck. Aktien von Munich Re fielen um 1,10 Prozent, Anteilsscheine der Hannover Rück im MDax um 2,02 Prozent. Die Branche muss sich laut Experten wohl auf Schäden in Milliardenhöhe einstellen. Aktien des Arzneimittelherstellers Stada büßten am MDax-Ende 3,81 Prozent ein. Davor hatten sie dank der laufenden Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven allerdings in nur sechs Handelstagen fast ein Drittel an Wert gewonnen. Einen ähnlich starken Kursanstieg haben seit Anfang August die Anteilscheine des Fußballvereins Borussia Dortmund (BVB) hinter sich – nun ging es als Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax um 5,57 Prozent bergab.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,16 auf 0,15 Prozent.  dpa

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