Aktuelles in kürze

von Redaktion

Oetker verlässt das Familienunternehmen

Ende Oktober 2017 gibt Richard Oetker (66) die Führung der Lebensmittelsparte bei Dr. Oetker ab und scheidet damit aus dem Familienunternehmen mit über 33 000 Mitarbeitern aus. Nachfolger von Richard Oetker, der im Dezember 1976 Opfer einer Entführung wurde, die in die deutsche Kriminalgeschichte einging, wird Albert Christmann (54). Der familienfremde Manager, der damit an die Spitze der Lebensmittelsparte rückt, führt bereits seit Anfang 2017 die gesamte Oetker-Gruppe.

Die deutsche Stahlbranche steht erneut unter dem Verdacht wettbewerbswidriger Preisabsprachen. Das Bundeskartellamt hat deshalb Ende August an drei Tagen hintereinander insgesamt sieben Stahlunternehmen sowie drei Privatwohnungen durchsuchen lassen, bestätigte ein Kartellamtssprecher am Montag. Es gehe um mögliche Preisabsprachen im Bereich Flachstahl. Das Bundeskartellamt nennt bis zum Abschluss der Verfahren selbst keine Firmennamen. Die Stahlkonzerne Salzgitter und ArcelorMittal bestätigten aber für ihre Unternehmen die Durchsuchungen.

Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Montag wenig beeindruckt auf den neuen Atomtest Nordkoreas reagiert. Ungeachtet der Nervosität trete ein gewisser Gewöhnungseffekt ein, schrieb Analyst David Madden von CMC Markets UK. Die Verluste seien geringer als in der vergangenen Woche. Der Dax stand zum Handelsschluss 0,33 Prozent im Minus bei 12 102,21 Punkten. Unter den Einzelwerten stemmten sich Aktien von Stada gegen den negativen Markttrend: Sie gewannen an der MDax-Spitze 2,2 Prozent. Die Aussicht auf ein lukratives Abfindungsangebot der neuen Eigner an die verbliebenen Minderheitsaktionäre trieb die Papiere an. Im Dax stabilisierten sich die zuletzt schwer gebeutelten Aktien von ProSiebenSat.1 weiter und gewannen 0,43 Prozent. Börsianer verwiesen auf Aktienkäufe des Managements, nachdem die Papiere in der vergangenen Woche zeitweise um mehr als 16 Prozent eingebrochen waren. Ansonsten bewegten Analystenkommentare die Kurse. So sackten die Papiere des Versorgers RWE am Dax-Ende um 1,43 Prozent ab. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,15 Prozent. Der Euro verlor an Wert. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1905 (Freitag: 1,1920) US-Dollar fest.

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