insolvenz I

Bei Alno steht die Produktion still

von Redaktion

Pfullendorf – Beim insolventen Küchenhersteller Alno steht die Produktion vorerst wieder still – es fehlt das Geld, um das laufende Geschäft zu finanzieren. Gespräche mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten hätten keine Lösung für das Unternehmen gebracht, teilte Insolvenzverwalter Martin Hörmann am Freitag mit. Der Fokus liege nun darauf, so schnell wie möglich einen oder mehrere Investoren zu finden, um Alno komplett oder in Teilen zu verkaufen. Der im August begonnene Bieterprozess solle nun forciert werden.

Sowohl bei Alno selbst als auch bei den ebenfalls insolventen Tochtergesellschaften Pino (Coswig/Sachsen-Anhalt) und Wellmann (Enger/NRW) ruhe derweil die Produktion. Neue Bestellungen würden nicht angenommen. Mit Kunden wolle Hörmann aber weiterhin individuell Möglichkeiten ausloten, die Probleme mit fehlenden Teilen bei ausgelieferten Küchen zu lösen, hieß es. Dies hatte nach Darstellung des Verwalters zuletzt für massiven Ärger gesorgt und das Vertrauen der Kunden in das Unternehmen erheblich beschädigt.

Nach jahrelangen finanziellen Schwierigkeiten hatte der Küchenbauer mit 1900 Mitarbeitern vor gut zwei Monaten Insolvenz angemeldet.  dpa

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