Eine Gasturbine besteht im Wesentlichen aus drei Teilen: einem Verdichter (auch Kompressor genannt), einer Brennkammer und der eigentlichen Turbine. Der Verdichter ist dafür zuständig, Luft anzusaugen und zu verdichten. Die Luft wird also zusammengepresst, sodass der Sauerstoffanteil steigt. Anschließend wird die verdichtete Luft in der Brennkammer mit Gas gemischt und verbrannt. Durch die Verbrennung dehnt sich die Luft auf ein Vielfaches aus. Wenn sie nun auf die Schaufeln der angrenzenden Turbine trifft, kommen diese in Bewegung und treiben so die Turbine an. Die Funktionsweise lässt sich mit einem Windrad vergleichen. Die Bewegung kann nun benutzt werden – zum Beispiel zur Stromerzeugung über einen Generator. In der Brennkammer steigt die Temperatur auf bis zu 1500 Grad, deshalb muss die Turbine laufend gekühlt werden. Das kostet viel Energie, weshalb der sogenannte Wirkungsgrad von Gasturbinen bei lediglich 40 Prozent liegt. Das bedeutet, dass 40 Prozent der eingesetzten Energie auch wirklich genutzt werden können. Der Rest geht im Prozess verloren. Erhöht werden kann der Wirkungsgrad aber zum Beispiel dadurch, dass die Gasturbine mit einer Dampfturbine gekoppelt wird. So kann die Abwärme – Luft, die immer noch rund 500 Grad heiß ist – weiterverwendet werden. mad