Aktuelles in kürze

von Redaktion

US-Handelsdefizit deutlich gewachsen

Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im zweiten Quartal höher als erwartet ausgefallen. Der Fehlbetrag habe 123,1 Milliarden US-Dollar (102,7 Milliarden Euro) betragen, teilte das Handelsministerium in Washington mit. Das ist das größte Minus seit Ende 2008. Bankvolkswirte hatten nur ein Minus von 116,0 Milliarden Dollar erwartet. Das Defizit im ersten Quartal wurde allerdings von 116,8 auf 113,5 Milliarden Dollar nach unten korrigiert.

Die Ukraine plant mit der Ausgabe eigener Staatsanleihen ihre Rückkehr an die internationalen Finanzmärkte. Umgerechnet 2,5 Milliarden Euro sollen aus dem Verkauf von Papieren mit einer Laufzeit von 15 Jahren am kommenden Montag eingenommen werden, teilte das Finanzministerium in Kiew mit. Den Investoren wird ein Zinssatz von 7,375 Prozent in Aussicht gestellt. Gut vier Jahre lang hatte das Land keine Anleihen mehr platziert.

Das steigende Durchschnittsalter der Deutschen schlägt auf die Immobilienbranche durch: Der Bau von Altersheimen, Gesundheitszentren, Ärztehäusern und anderen „Gesundheits- und Pflegeimmobilien“ wird wichtiger für die Branche werden – das glauben zumindest 63 Prozent von 1500 befragten Firmen aus der Branche, die im Oktober an Europas größter Immobilienmesse Expo Real in München teilnehmen werden. Auch der Wohnungsbau wird ein Schwerpunkt bleiben, schätzten 59 Prozent der befragten Unternehmen. Zur Expo Real werden gut 1900 Aussteller und etwa 40 000 Besucher erwartet. Das wäre ein neuer Rekord, wie Messe-Geschäftsführer Klaus Dittrich betonte.

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich fürs Stillhalten entschieden. Vor den mit Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank (Fed) zur Geldpolitik am heutigen Mittwoch wollten die Investoren keine allzu großen Risiken eingehen. So schloss der deutsche Leitindex Dax lediglich 0,02 Prozent höher bei 12 561,79 Punkten. Im TecDax ging es hingegen weiter recht deutlich bergauf. Der Technologiewerte-Index stieg um 0,54 Prozent auf 2398,90 Punkte und bewegt sich damit auf dem Rekord-Niveau von Anfang 2001. Im Dax schoben sich die Aktien der Deutschen Telekom an die Index-Spitze und schlossen gut 3 Prozent höher. Die US-Mobilfunktochter des Telekomkonzerns und der viertgrößte US-Mobilfunker Sprint sollen sich nach einem Bericht des US-Fernsehsenders „CNBC“ in aktiven Fusionsgesprächen befinden. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,22 auf 0,23 Prozent.

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