flugausfälle

Ryanair lenkt ein

von Redaktion

Dublin/London – Die irische Billigflug-Airline Ryanair hat sich nach der Streichung Tausender Flüge dem Druck der Aufsichtsbehörden in Irland und Großbritannien gebeugt. Die Fluggesellschaft will demnach betroffenen Passagieren den Flugpreis zurückzahlen oder sie auf andere Flüge oder andere Verkehrsmittel umbuchen. Zusätzlich entstandene Kosten sollen erstatten werden. Das teilte Ryanair am Freitagabend kurz vor Ablauf einer Frist der britischen Zivilluftfahrtbehörde CAA (Civil Aviation Authority) mit.

Alle betroffenen Ryanair-Kunden hätten eine Email erhalten, hieß es. 90 Prozent der Passagiere sollten noch bis Sonntagabend umgebucht werden oder den Flugpreis erstattet bekommen. Wer wegen der Streichungen zusätzliche Kosten tragen müsse, bekomme sie auf Vorlage von Belegen erstattet.

Die Airline war heftig in die Kritik geraten, nachdem sie in zwei Schüben mehrere Tausend Flüge für die kommenden Monate gestrichen hatte. Allein von den jüngsten Streichungen sind mehr als 400 000 Passagiere betroffen. Als Grund hatte Ryanair Fehler bei der Erstellung von Dienstplänen angegeben. Die britische Aufsichtsbehörde CAA hatte Ryanair „permanente Irreführung“ vorgeworfen. Ryanair habe die Fluggäste bei der massenhaften Streichung von Flügen nicht ausreichend über ihre Rechte informiert. Sie hatte Konsequenzen angedroht, sollte Ryanair nicht bis Freitagabend Nachbesserungen vorlegen.  dpa

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