Aktuelles in kürze

von Redaktion

Gewerkschaft: Über 10 Euro Mindestlohn

Die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt setzt sich für eine deutliche Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns ein. Die neue Bundesregierung müsse die Basis des Stundenmindestlohns deutlich auf einen zweistelligen Betrag erhöhen, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Robert Feiger. „Wer 45 Jahre lang Vollzeit beschäftigt ist, sollte im Alter nicht auf die Grundsicherung vom Amt angewiesen sein“, erklärte Feiger, der auch Mitglied in der paritätisch besetzten Mindestlohnkommission ist. Das sei mit dem gegenwärtigen Mindestlohn von 8,84 Euro nicht möglich.

Die EU-Kommission will neuen Schwung in die stockenden Verhandlungen für eine europäische Einlagensicherung bringen. Am kommenden Mittwoch sollen dazu eine Reihe an Ideen präsentiert werden, hieß es aus Kreisen der Brüsseler Behörde. Vor allem in Deutschland gibt es Bedenken gegen eine gemeinsame europäische Einlagensicherung. Banken und Sparkassen fürchten, dass mit ihren Geldern Schieflagen von Instituten in anderen Staaten finanziert würden. In Spanien und Italien mussten in der jüngsten Vergangenheit mehrere Institute aufgefangen werden.

Die bayerische Wirtschaft fordert ein neues Gesamtkonzept für die Energiewende und beklagt ein Übermaß einzelner Vorschriften. „Die Umsetzung der Energiewende hakt“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Bertram Brossardt. Das bisherige Vorgehen nach dem Prinzip „viel hilft viel“ sei nicht zielführend: „Zahlreiche Fördermaßnahmen überlappen sich“. Brossardt bezieht sich auf eine Prognos-Studie im Auftrag des Wirtschaftsverbands. Es gebe zu viele Vorschriften, die immer nur auf Einzelziele ausgerichtet seien.

Deutsche Konzerne haben 2017 laut einer Studie so viel Geld für Aktienrückkäufe ausgegeben wie seit der Finanzkrise nicht mehr. So kauften Unternehmen aus dem Dax und dem Mittelwerte-Index M-Dax bis September Papiere im Wert von mehr als 4,2 Milliarden Euro zurück, wie eine Berechnung des Flossbach von Storch Research Institute zeigt. Der Wert ist ein neuer Rekord seit dem Boom vor der Finanzkrise 2008, wenngleich weit vom damaligen Höchststand entfernt.

Der US-Industrieriese General Electric macht die bisherige Leiterin der Sparte GE Transportation, Jamie Miller, zur neuen Finanzchefin. Sie wird am 1. November Jeffrey Bornstein ablösen, der den Konzern nach 28 Jahren im Amt verlässt. Das teilte der Siemens-Konkurrent in Boston mit. Neben Bornstein scheiden mit Beth Comstock und John Rice noch zwei weitere langjährige Führungskräfte aus.

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