Samsung-Chef Kwon Oh Hyun will angesichts einer „beispiellosen Krise“ bei dem südkoreanischen Technologie-Giganten Platz für einen Neuanfang machen. Bei dem Konzern, der noch immer mit den Folgen eines Korruptionsskandals kämpft, seien ein „neuer Geist und eine neue Führung“ nötig, sagte Kwon am Freitag. Wirtschaftlich steuert der größte Smartphone-Hersteller der Welt hingegen auf ein Rekordergebnis zu – und rechnet mit einem Gewinn von umgerechnet 10,8 Milliarden Euro im dritten Quartal. Samsung wird noch immer vom Korruptionsskandal um Samsung-Erbe Lee Jae Yong erschüttert. Im August war der De-facto-Chef des Konzerns wegen Bestechung, Unterschlagung von Gesellschaftsvermögen und Meineids zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart schaut sich die Ereignisse rund um den Absturz der Hugo-Boss-Aktie im Jahr 2016 an. Es werde die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens geprüft, erklärte eine Behördensprecherin am Freitag und bestätigte einen „Spiegel“-Bericht. Hintergrund sei eine Anzeige der Finanzaufsicht Bafin wegen mutmaßlichen Insiderhandels mit Aktien des Modekonzerns. Weder die Bafin noch das Unternehmen wollten sich zu Einzelheiten äußern. Eine Sprecherin von Hugo Boss betonte, gegen das Unternehmen sei nicht ermittelt worden. Am 23. Februar 2016 warnte Hugo Boss seine Aktionäre vor einem Rückgang der Gewinne. Der Aktienkurs brach am selben Tag um fast 20 Prozent ein. Offenbar hatten sich laut „Spiegel“ jedoch einzelne Insider frühzeitig abgesichert: Kurz vor der Veröffentlichung wurden anscheinend noch größere Mengen an Wertpapieren verkauft.