Auf dem Weg zu einer neuen Autoversicherung stellen sich folgende Fragen, die die Stiftung Wartentest in ihrem neuesten Heft so beantwortet:
-Was wird gebraucht?
Jeder Halter eines Autos benötigt Haftpflichtschutz, denn dieser ist gesetzlich vorgeschrieben. Verursacht jemand einen Unfall, deckt er die Schäden der Unfallopfer ab. Für alte Autos mit geringem Wert reicht meist der Haftpflichtschutz. Der Abschluss einer Kaskoversicherung ist freiwillig. Sie deckt Schäden am eigenen Auto. Die Teilkaskoversicherung deckt etwa Schäden durch Diebstahl, Brand, Wild, Sturm, Blitz, Hagel und Überschwemmung ab. Wer Teilkaskoschutz wählt, zahlt dafür einen Aufpreis, nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) im Schnitt 90 Euro pro Jahr. Ratsam ist eine Teilkaskoversicherung für gute Gebrauchtwagen. Neben den in der Teilkasko versicherten Gefahren bezahlt eine Vollkaskoversicherung auch Reparaturen am eigenen Auto nach selbst verschuldeten Unfällen und Vandalismus. Ratsam ist sie für neue und teure Autos. Der Aufpreis beträgt im Schnitt rund 300 Euro pro Jahr.
-Was ist bei Vollkasko wichtig?
Kommt es zu einem Schaden, weil der Fahrer nicht vorsichtig genug war, kann der Versicherer seine Zahlung kürzen oder ganz streichen. Gute Vollkaskotarife verzichten bei solchen Unfällen auf den „Einwand der groben Fahrlässigkeit“.
Für Neuwagenbesitzer ist es ärgerlich, wenn sie kurz nach dem Autokauf ein vollkaskoversichertes Auto zu Schrott fahren und nur noch den Zeitwert ersetzt bekommen. Einige Vollkaskotarife bieten ein, zwei Jahre nach Kauf im Falle eines Totalschadens einen Neuwertersatz an, sodass der Autofahrer den Wagen neu kaufen kann.
-Worauf muss ich beim Teilkaskoschutz achten?
Über die Teilkasko sollte mindestens ein Marderbiss und seine Folgeschäden an anderen Bauteilen im Auto versichert sein. Ein Teilkaskotarif sollte wenigstens bis zu 2000 Euro eines Folgeschadens decken. Viele Teilkaskotarife zahlen bei einem Zusammenstoß mit einem Tier nur, wenn es sich um Haarwild handelt (etwa Hirsch, Reh, Wildschwein). Es sollten aber Unfälle mit allen Tieren oder wenigstens Unfälle mit allen Wirbeltieren versichert sein.
-Wie kann man sparen?
Wer ein Angebot mit guten Leistungen gefunden hat, kann den Preis vielleicht noch drücken. Verpflichtet sich der Versicherte, sein Auto im Schadensfall in der vom Kaskoversicherer vorgegebenen Werkstatt reparieren zu lassen, ist der Kaskoschutz zum Beispiel bis zu 20 Prozent günstiger. Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes oder behördenähnlicher Betriebe bekommen oft Rabatt. Auch die Laufleistung beeinflusst den Beitrag. „Finanztest“ rät, im Zweifel erst einmal eine niedrigere Laufleistung anzugeben und sich beim Versicherer zu melden, falls es im Laufe des Jahres doch mehr Kilometer werden.
Tarif finden
test.de/kfz-analyse, 7,50 EUR