Ticketpreise steigen
Mit einem Rekordgewinn im Rücken kann die Lufthansa im kommenden Jahr die Integration großer Teile der insolventen Airberlin angehen. Vor allem höhere Ticketpreise und ein erholtes Frachtgeschäft haben dem Dax-Konzern in den ersten neun Monaten dieses Jahres Rekorde bei Umsatz und Gewinn beschert, wie am Mittwoch berichtet wurde. Für das abschließende Quartal rechnet Lufthansa-Chef Carsten Spohr mit weiter steigenden Ticketpreisen. Sinken sollen hingegen die Durchschnittskosten abseits von Währungsschwankungen und Treibstoff.
Rekord bei Umsatz und Gewinn
Allein im dritten Quartal hat der Konzern operativ 1,5 Milliarden Euro (bereinigtes Ebit) verdient. Seine Gewinnprognose für 2017 hob Spohr trotz des glänzenden Geschäftsverlaufs nicht an. Für den operativen Gewinn stellt der Vorstand weiterhin nur allgemein eine Steigerung in Aussicht. Allerdings liegt das bereinigte Ebit schon nach den ersten drei Quartalen mit 2,6 Milliarden Euro bereits anderthalb Mal so hoch wie im Vorjahr – ein weiterer Rekord. Den Umsatz konnte der Konzern unter anderem wegen der vollständigen Übernahme der belgischen Brussels Airlines um 12,1 Prozent aus 26,8 Milliarden Euro steigern.
Sonderkosten
Die noch unter Kartellvorbehalt stehende Integration der Airberlin in die Eurowings werde im kommenden Jahr Sonderkosten von rund 50 Millionen Euro verursachen, berichtete Finanzvorstand Ulrik Svensson. Darin sind unter anderem Schulungen für das Personal wie auch Umlackierungen der Flugzeuge enthalten. Positive Ergebnisbeiträge erwarte man 2019. Lufthansa will die Eurowings-Flotte um 81 Maschinen aus den Beständen der Airberlin erweitern.