Wolfsburg/Ingolstadt – Trotz der finanziellen Folgen des Abgasskandals macht die lange wenig profitable Kernmarke von Volkswagen beim Gewinn immer mehr Boden gut. Das frühere Sorgenkind mit wichtigen Modellen wie Golf, Passat und Tiguan soll im Gesamtjahr 2017 mehr Geld verdienen als geplant. Auch bei Audi schlugen sich bessere Verkäufe in guten Geschäftszahlen nieder. Ebenso bei Skoda.
Bereinigt um Sondereinflüsse steigerte die VW-Kernmarke die Gewinnspanne nach neun Monaten auf 4,3 Prozent – nach nur 1,6 Prozent im Vorjahr. Die Stammmarke des VW-Konzerns galt lange als renditeschwach.
Die Konzerntochter Audi steigerte ihr Betriebsergebnis – im Vorjahr von den Kosten des Dieselskandals noch fast halbiert – im dritten Quartal um 100 Prozent auf 1,261 Milliarden Euro. Der Umsatz verbesserte sich um zwei Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Audi trotz der Verkaufseinbrüche in China im ersten Halbjahr einen etwas höheren Umsatz und ein leichtes Plus bei den Auslieferungen.
Audi-Cchef Rupert Stadler sprach von einem „robusten Ergebnis unter schwierigen Rahmenbedingungen“. Audi straffe die Kosten, erschließe neues Erlöspotenzial und vergrößere so den finanziellen Spielraum für den Wandel zu elektrischem und autonomem Fahren. dpa