In der Debatte über die Zukunft der europäischen Währungsunion fordert Bundesbank-Präsident Jens Weidmann mehr Kompetenzen für den Euro-Rettungsschirm ESM. Die Luxemburger Finanzeinrichtung, die klammen Eurostaaten hilft, sollte „mehr Gewicht bei der Budgetüberwachung“ bekommen, sagte Weidmann der französischen Wirtschaftszeitung „Les Echos“. Mit Blick auf die EU-Kommission, die bisher für die Haushaltskontrolle der Mitgliedstaaten verantwortlich ist, sprach der Bundesbank-Chef von „Interessenkonflikten“.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will Ende November erneut mit Vertretern von Städten zusammenkommen, die stark von zu vielen Diesel-Abgasen betroffen sind. „Die Einladungen gehen in den nächsten Tagen raus“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag. Ein zweiter Dieselgipfel mit der Autoindustrie sei dann für Anfang 2018 geplant. Bei beiden Treffen soll über weitere Maßnahmen beraten werden, wie der Schadstoffausstoß gesenkt werden kann.
Easyjet und Verdi haben sich auf Bedingungen geeinigt, zu denen bisherige Airberlin-Beschäftigte bei der britischen Fluggesellschaft eingestellt werden. Die Gewerkschaft sprach am Freitag von fairen Regelungen. „Dazu gehören bevorzugte und beschleunigte Einstellungsverfahren und vergleichbare Einkommen bei einer Beschäftigung bei Easyjet“, teilte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler mit. Easyjet übernimmt bis zu 25 Flugzeuge von Airberlin am Flughafen Tegel und will von Januar bis September 2018 schrittweise 1003 Beschäftigte einstellen.
Der Handelsriese Metro und zwei seiner Topmanager sind ins Visier der Justiz geraten. „Heute Vormittag haben Polizei und Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung in den Räumlichkeiten der Metro AG durchgeführt“, berichtete ein Sprecher des Unternehmens am Freitag. Nach „Spiegel“-Informationen suchten die Ermittler nach Beweismaterial für den Vorwurf, dass der Handelskonzern und einige seiner führenden Mitarbeiter bei der Ankündigung der Aufspaltung des Konzerns 2016 gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen haben könnten. Eine Sprecherin der Wertpapier-Aufsicht Bafin bestätigte, dass die Bafin Strafanzeige wegen möglichen Insiderhandels mit Metro-Aktien erstattet habe. Zudem bestehe der Verdacht der Marktmanipulationen.